Unknown Track - Unknown Artist
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"Es wird dich vielleicht traurig machen dies zu hören. Aber dies wird die letzte Geschichte sein die ich dir erzähle. Ich weiß du willst gerne mehr hören. Aber ich habe keine Kraft mehr dafür. Was ändert es wenn ich dich belüge. Meine letzte Geschichte Spielt in einer Welt die im Begriff ist zu sterben. Eine gespaltene Welt. Eine Welt in der Tag und Nacht sich nicht die selben Lande teilen und in der noch Flüsse aus reiner Magie fließen. Eine atemberaubende Welt in der noch wahre Helden leben..."

Der Gefängnisausbruch

Ein federleichter Luftzug. Gerade so spürbar auf der in die Luft gestreckten Nase dieses Wesens. ~Fennek Laute~ Vulpec hierher…” war eine sanfte flüsternde Stimme in der kalten aber dennoch stickigen Luft zu hören. Die Luft die unverkennbar nach Zwergen und Verzweiflung roch. Jedenfalls vernahm der kleine Fennek Vulpec dies so. “Vulpec… schneller…” die flüsternde Stimme wurde mit jedem neugierigen Wimpernschlag des kleinen Fenneks ungeduldiger. Das kleine freche aber durchaus treue Wesen hatte einen Schlüssel in der Schnauze. Ein kleines grob geschmiedetes Stück Metall welches das Mädchen hinter eisernen Gittern befreien könnte. Wieso sie hier eingesperrt war? Es war ihrem kleinen Freund doch sichtlich egal. Das kleine Hundeartige Wesen steckte sein kleines Apfelköpfchen durch die Gitter. Seine viel zu langen hellbraunen Ohren waren neugierig gespitzt. Seine schwarzen Kulleraugen drehten sich mit dem Köpfchen nach rechts als es den kleinen Schlüssel dem jungen Mädchen brav in die Hand spuckte. Diese hob den Schlüssel nach oben und betrachtete ihn im Licht das durch steinerne Schlitze finster in diesen Kerker schien. Ihre violetten Augen funkelten, hatte sie sich doch tagelang Dinge von ihrem kleinen Freund bringen lassen. Doch bevor der kleine Vulpec den richtigen Schlüssel, und nicht Dinge wie einen gläsernen Kerzenständer oder ganze Literaturen dieses Landes brachte, vergingen einige Tage. ~Fennek Laute~ “Ja du hast es geschafft. Brav Vulpec.” Die Schwarzhaarige zog ihre Haarspange gerade, diese hing schief da sie gerade aufgewacht war, die Sonnenstrahlen durch die dicken Verließ Wände konnten täuschen. Langsam und gefühlvoll steckte die Schwarzhaarige mit den violett strahlenden Augen den Schlüssel in das Schloss ihrer Zelle und drehte ihn gegen den Uhrzeigersinn. Wieso waren Zwergen Schlösser immer gegen den Uhrzeigersinn gesichert? Sie wird die halben Menschen nie verstehen. Vorsichtig öffnete sie die entsicherte Gittertür. Es war ein kleines Verlies mit nur wenigen kleinen Gitterzellen und einer Größeren die nicht einsehbar war. Dicke Stahlplatten versperrten die Sicht in Diese. Die junge Dame ging durchaus schnellen Schrittes auf eine Hölzerne Tür zu die den Zellentrakt von der restlichen Festung trennte.

“Törichte Idee.” Die Haarspange fast verlierend zuckte die Schwarzhaarige zusammen. links in der Zelle neben der besagten Holztür saß ein junger Mann mit zerzausten Haaren. Viele Tagesmarken an der Wand erzählten von der Zeit dieses Mannes in dieser Zelle. Wieso war er hier? Was hat er Schlimmes gemacht? Oder war er unrechtmäßig hier so wie sie selbst ihrer Meinung nach. Machte es einen Unterschied? Ihre Gedanken wurden in sekundenschnelle unterbrochen. “2 Halbe hinter dieser Tür. Sie haben meist Dolche dabei. Nennen sie aber Schwerter. Wenn du an diesen vorbei bist hast du mit deinem Glück die ganze Festung auf dich aufmerksam gemacht, die dann aus dir Schaschlik macht.” Melody war verdutzt. “Was zum Teufel brabbelst du da?” der Mann machte keine Anstalten zu antworten. “Kleine du bist erst 2 Tage hier.” “6 Tage…” verbesserte ihn die Schwarzhaarige. “Warte ich hole dich raus.” die Schwarzhaarige nahm sich ihre Haarspange aus den Haaren und machte sich an das Schloss. Ein Dietrich wäre effektiver aber auch deutlich auffälliger. “Hey. Wie heißt du?” die Schwarzhaarige antwortete schnell “Melody.” der Mann war sichtlich angetan, stand auf und ging näher an die Gittertür. “Soso Haarspange und was hast du bitte vor wenn du mich aus einer Zelle geholt hast aus der ich auch selbst kommen könnte? Wie willst du mir eine Hilfe sein?” Melody war sichtlich erschüttert. ihre Augenbrauen standen s-förmig runzelnd. “Ich muss dir auch gar nicht helfen!” der Mann stand nun genau vor der Zellentür und starrte der etwas kleineren Dame aus seinen grün schimmernden Augen direkt an. “Ich weiß nicht wieso du hinter diesen verdammten Gittern warst. Aber ich weiß genau, dass dir bewusst ist das Pfeile fliegen werden um dich weiter an die Wand deiner Zelle zu tackern. Also tu mir… tu dir den Gefallen und halt deinen hübschen Mund und lass deine Hände die Arbeit machen.” sein egoistisches Zwinkern provozierte Melody ungemein. Wieso redete er so mit ihr? das durfte er nicht! Dennoch fuhr sie mit ihrer Arbeit fort und hatte das schlecht geschmiedete Schloss nach kurzer Zeit geknackt. Die Gittertür schwang auf und der einfach gekleidete  Mann in einfachen Hanfklamotten denen von Melody gleichend trat heraus. Seine braunen Haare waren ungepflegt. Dennoch zollte sein charmanter aber egozentrischer Blick von seinem Dasein als Einzelgänger. Melody war er nicht geheuer aber was hatte sie schon zu verlieren. Sie hielt ihm die Hand zur offiziellen Begrüßung hin. “Mein Name ist Melody Kintana und das ist mein kleiner Freund Vul/” “Die Ratte gehört zu dir? Das erklärt einiges.” ~Fennek Laute~ Melody schien nun sichtlich gereizt. “Halt dich zurück! Du stehst in meiner/” “deiner Schuld jaja blabla. du und die Ratte dürfen mich Skye nennen. Jetzt komm und schlag keine Wurzeln Haarspange” “Du!” “Hey! Schon vergessen? Weniger reden. Du bist so laut für eine die gerade versucht aus einem Kanterra Verlies der Zwerge auszubrechen.” “Hm.” Melodys schmollender Blick schien Skye zu gefallen. Irgendwas sagte ihm, dass er noch sehr viel Spaß mit der jungen Melody haben wird. Diese ging in die entgegengesetzte Richtung von Skyes Schritten. Sie wollte nun auch noch die große Gruppenzelle die komplett isoliert war aufschließen. War es ihre mit Naivität gepaarte Hilfsbereitschaft oder ihr Wille einfach nicht diesem Tunichtgut zu folgen der sie das tun ließ? Melody dachte nicht darüber nach, war es doch egal, ja gar bedeutungslos. Sie machte sich bereits, ihre Haarspange in Händen, am Schloss zu schaffen. “Haarspange muss das sein?” Melody ignorierte ihn und grummelte leise. “Einfach ignorieren. Er wird schon aufhören.” “Haarspange ich rede mit dir!” “Einfach ignorieren”. Skye gab es auf, auf die für ihn etwas grenzdebile Melody einzureden. Ihr Fennek Vulpec war allerdings nicht so abgeneigt von dem Schuft wie ihr Frauchen. Nein. Die kleine Vulpec war geradezu angewidert. ~Fennek Kotz Sound~ Ein schleimiger Pfropfen flog ganze 20 cm vor Skyes Füße. Die Kleine mochte ihn wohl noch weniger. “Deine Ratte hat echt keine Manieren.” “Einfach igno/ Was?” Melody vernahm zu ihrem Erschrecken neben Skyes Stimme auch noch weitere Stimmen und Schritte. Viele Schritte. Zu viele für sie Zwei. Selbst der Fennek war verängstigt. Seine langen fuchsartigen Ohren segelten in einem weiten bogen an seinen Körper. In Kauerhaltung schmiegte er sich sicher fühlend an sein Frauchen.
Skye schien das erwartet zu haben. Wie oft stand er schon an dieser Tür? Wie weit hatte er es schon einmal geschafft hier raus? Oder war dies sein erstes Mal. Fragen die in Melodys Kopf brannten aber keine Antwort fanden. Skye sprach ruhig. “Die Treppe ist aus Holz solange es nur steinerne Schritte sind haben wir Zeit. ach und die Treppe hat ein Loch. Dieses wird jedes mal mit einem neuen Zwerg gestopft” Melody dachte in diesem Moment an die dümmsten Fragen. “Wie tief ist das Loch?” “Naja einen Zwerg tief eben.” Melody sichtlich unter Druck wurde nervös. Die Haarspange in ihrer Hand zitterte wie die Rassel einer Klapperschlange, nur viel metallener, aber nicht weniger energisch. “Ich habs gleich. Mach mich nicht nervös.” Skye stand immer noch lauschend an der Tür und horchte den Schritten die weit durch die Festung hallten. Die großen Hohlräume dieser Zwergen Festung boten eine schöne Resonanz und die Schritte waren Minuten vor dem Eintreffen der Gefahr zu hören. Skye wurde allerdings bereits ungeduldig. “Haarspange. Hölzerne Schritte. 30 Sekunden.” Melody zitterte nun noch heftiger. “Ich mach ja  schon! Hetz mich nicht.” Ein dumpfer Fall war zu hören. Skye schmunzelte. “Der erste Zwerg der diese Woche in das Loch fällt. 20 Sekunden Haarspange.” Melody zitterte so heftig das selbst Espenlaub neben ihr sanft vibrieren würde. Ihr kleiner Vulpec sprang zu ihr auf die Schulter und schmiegt e sich an sie. ~Fennek Laute~ diese Bestätigung gab Melody die nötige Ruhe und das Sieg versprechende Klicken im Schloss war zu hören. “Ich hab es geschafft” Melodys Freude wurde allerdings je beendet. “Etwas zu spät Haarspange!” Skye den ernst der Lage verstehend öffnete ungehalten die Stahltür und schubste die verdutzte Melody in die abgedunkelte Zelle.
Als die hölzerne Tür auf schwang waren 2 vergitterte Zellen leer und eine stählerne Sicherheitszelle geschlossen. Diese verbarg durch das fest verbaute Schloss glücklicherweise, dass sie ebenfalls fremd aufgeschlossen wurde. Die Zwerge rumorten vor dem massiven Stahlwürfel der eine sichere Zelle war bevor die beiden unterschiedlichsten Gestalten in den Augen dieser Zwerge aufeinander trafen. Kein feiner Lichtstrahl zierte diese Schwärze im inneren dieser Zelle.  Melody war die Dunkelheit nicht ganz geheuer. Außerdem fühlte sie etwas weiches neben sich. Vorsichtig tastete sie sich zitternd voran. Ihre Hände umschlossen etwas wie ein weiches Kissen. “Finger weg!” Melody zuckte schnell zurück. Ihre Hände brannten vor Scham. “W… Wer ist da.” Stammelte sie verwirrt und einsehend das ihr Tasten nicht ganz konform war. “Ich bin Yuna. und die Andere ist Ayako. Aber nimm deine Hände weg!” “Sorry!” Melody war beschämt. “Ist Ayako das Flauschige Etwas neben mir? Warum hat es ein Horn?” “Hör auf Mist zu brabbeln. Einhörner gibt es nicht.” “Da… Das ist Sushi. Ayako sag doch auch mal was!” Der warme weibliche Klang der neuen Stimme, die Melody in Sicherheit wiegte, wurde von einer weiteren unterbrochen. “Das ähm Flauschige bin ich. und das Horn ist Sushi” Skye schien verwirrt. Wieso nannte dieses Fellknäuel ein spitzes Horn wie ein durchaus ansehnliches Mittagessen? Sein Gehirn kam auf keinen rechten Nenner. “Haarspange wir müssen raus aus dieser Freakshow.” Der jungen Dame nahe Melody gefiel dieser Ton gar nicht. “Wen nennst du hier Freakshow?!” Melody versuchte sie zu beruhigen merkte aber nach wenigen Augenblicken das nett gemeinte Gesten in einem abgedunkelten Raum wenig brachten. Ihre Dummheit verstehend begann sie weiter rum zu tasten während Skye sprach. “Hey du da bei der Haarspange.” “Wer? Ich?” “Nein die Hässliche neben dir. Natürlich du. wie heißt du?” die Antwort kam etwas verzögert. Wusste sie doch nicht ob sie der männlichen Stimme im Dunkeln trauen sollte. “Ähm.. Yu.. Yuna. Verdammt wieso fummelst du schon wieder rum!” “Ich versuche die Kette zu finden die dich festhält” Melody stammelte peinlich berührt. “Dann f.. frag mich d.. doch!” “Wo ist deine Kette?” “Oh Gottchen…” Yuna gab Melody die Kette mit weit ausgestreckten Händen so das sie möglichst weit weg von ihr am Schloss arbeiten konnte. “Danke”. Melody machte   sich an das mittlerweile 4. Schloss des heutigen Tages. Ihre geschickten Finger glitten über das kalte stramme Metall. Sie spürte mit ihren empfindlichen Fingerkuppen feinste Unebenheiten durch Rost und Dreck und ertastete nach wenigen Augenblicken auch jenes Loch das einen passenden Schlüssel verlangte. mit ihrer schon stumpfen Haarspange machte sie sich ans Werk während Skye wie so oft meckerte. “Wieso musst du eigentlich alle hier raus bringen? Musst du eigentlich immer die Heldin spielen?” Melody ignorierte ihn wieder einmal. Irgendetwas ließ sie ruhig bleiben. Kein Gefühl. Es war Gleichgültigkeit. Soll er doch reden, dachte sie sich. Skye warf einen schnell ertasteten Kiesel gegen den Kopf der eifrigen Schloss Knackerin. Melodys Stimme bebte. ihr Verstand wollte still sein und ihn ignorieren. Aber ihr naives Herz brannte zu sehr “Wieso ich die Heldin spiele?! Weil du nur in der Ecke sitzt und störst! Hilf mir verdammt oder halt die Klappe!”. Skye hörte ihr kaum zu. Viel mehr horchte er nach draußen vor der Zelle wo die Schritte weniger zahlreicher geworden sind. Dennoch wurde eine Schrittfolge lauter. “Haarspange ich sagte doch du sollst deinen hübschen Mund zu lassen und deine Finger die Arbeit machen lassen.” Instinktiv stand Skye langsam auf um sich an die Tür zu tasten wo der Schiebemechanismus für die Sicht Schiebe war. Der eine Zwerg der den Raum noch durchsucht hatte öffnete diese. Skye musste in die Hocke gehen um in seine mit Dreck verschmierten Augen zu sehen. Der Zwerg war regelrecht geschockt ihn durch den Sicht Schieber zu sehen. “Ja ich sollte hier nicht sein. Da hast du recht.” der Zwerg kramte hektisch an seinem Gürtel rum, wo ein großer Schlüsselring mit gefühlt 50 Schlüsseln war. “Ja mein dummer Freund das Schloss ist zu. Wir sind hier reingewabbert.” Der Zwerg schien seine Worte nicht zu verstehen. Sprach er seine Sprache nicht oder war seine Intelligenz wirklich so begrenzt? “Ja. Wir. Hinter mir befreit meine kleine Haarspangen Freundin das Flausch-Ding und” “Skye!” Skye sah zu Yuna dessen Blick ihn überrascht ansah. War es Schockiertheit oder Überraschtheit in ihren magisch schwarz funkelten Augen? ihre schwarzen Haare glitten sanft an ihrer schwarzen Kleidung hinab. Nur eine schwarze Strähne wollte nicht so recht sitzen und stand senkrecht von ihrem Kopf ab. “ja… Flausch Ding und Emo. Aber suche nur weiter den Schlüssel.” der Zwerg schien den Schlüssel schneller gefunden zu haben als es Skye erwartet hatte. Seine kleinen schmierigen Hände steckten schon den rostigen wuchtigen Schlüssel in das passende Loch. “Das ging unerwartet schnell. Haarspange fertig?” “Einem Moment noch.” “Wir haben keinen Moment.” mit diesen Worten sah der schnippische Mann dem Zwerg viel zu lange in die schmierigen Augen “Du bist so blöd!” Die Tür in die Zelle krachte auf und Skye schoss mit dem Zwerg zusammen stoßend nach draußen um Melody die notwendigen Augenblicke zu geben. So dumm der Zwerg auch war. Unerprobt im Kampf war er nicht. Sein schnell gezogenes Zwergen Schwert hatte Skye nicht erwartet. Mit einem weißen Rauschen in Skyes Augen krachte der Knauf der Waffe in Skyes Gesicht. Die mutige Tat wurde zu einer Törichten.
“Ich hab beide auf.” In diesem Moment sah sie Skye  auch schon auf den Boden krachen. “Du Dummkopf…” Melody, Yuna und Ayako die sich als Katzenmensch auf Melodys Hüfthöhe erwies, waren allesamt kurz erstarrt. Der Zwerg kam mit dem Schwert zur Abwehr erhoben näher. Die Luft in diesem Moment war zerbrechlich wie Kristallglas. Der Zwerg wollte nur seinen Job machen, jedoch zu Ungunsten der 3 erstarrten Wesen in der offenen Zelle.

Mit einem nassen Flatschen knallte etwas in das Gesicht des Zwerges. Ein nasser Aufprall, den Dreck im Gesicht des Zwerges im Raum verteilend, nahm vor der Katzen Dame Stellung ein. “Sushi Nein!” “Was zum! Was ist das?” Melodys Worte schienen verschluckt von ihrer Erstauntheit. “Das ist Sushi! Mein Narwal.” “Wieso fliegt er und ist 30cm groß?” Melodys Augen waren geweitet wegen dem außergewöhnlichen Geschöpf. “Weil ‘Sie’ magisch ist und 30cm fancy sind!” “Was zum”. Melodys Gedanken reichten nicht annähernd an das heran was sich in diesem Augenblick in ihrem Sichtfeld abspielte. Ein kleiner etwa 30cm großer geflügelter Mini Narwal stellt sich gerade schützend vor einem weißen lila-äugigen Kätzchen mit schwarzem bauchfreiem Hemd und Hotpants während sie zusammen mit einer jungen Dame in der anderen Ecke sitzte, die mit einem schwarzen kurzen Kleid bekleidet war und genau so entsetzt in das Geschehen starrte. Wo war sie hier nur gelandet? Ihre Gedanken verabschiedeten sich als der Mini Narwal sein Horn gegen das Schwert des Zwerges zum Angriff streckte. “Sushi! Lass das!” Der Narwal befolgte allerdings die Anweisungen ihres Frauchens nicht, wollte sie diese doch beschützen. Seine Treue war unantastbar. Seine blaue Haut vibrierte bis in die Spitze seines weißen Hornes. Seine schwarzen Kulleraugen waren bestimmt und mit Kälte erfüllt. Der Zwerg war nicht beeindruckt. Seine Augen waren immer noch müde und dreckig. mit der Faust schlug er nach dem Narwal der um ihn herum flog. Melody knackte während dessen das Schloss der Katzendame. “Ihr seid beide frei.” begleitet durch diese Worte schlug der kleine Narwal Körper bewusstlos neben den 3 Gestalten auf der Wand ein. Der Zwerg hatte sein Ziel getroffen und kam nun auf die 3 Mädchen zu. Yunas Angst war spürbar in der Luft. So spürbar, dass selbst Melodys Fennek Vulpec ihre Berührungen meidete. Yuna nahm das große Buch das schon die ganze Zeit neben ihr lag und warf es gegen den Kopf des Zwerges. Dieser konnte dies nicht kommen sehen und bekam die harte Buchrücken Kannte einmal durch die Kaupartie gezogen. Das war zu viel für den müden Zwerg. Er fiel um wie ein... Zwerg.  Melody dachte seit 15 Minuten sie müsste träumen und dreht sich zu Yuna. “Weck mich auf!” diese beachtete sie nicht und kroch zu Ayako und ihrer kleinen bewusstlosen Sushi. “G Geht's ihr g gut?..” Ayako hatte den schlaffen aber immer noch warmen Mini Narwal in den Händen “Sie ist nur bewusstlos. Denke ich… hoffe ich…” “Pass auf ihn auf.” Melody taumelte derweil schon nach draußen wo Yuna ihr Buch aufhob. Melody konnte in diesem Moment keinen naiven Gedanken fassen. “Ko durch Buch. Jetzt hab ich alles gesehen.”

~Ohrfeigen Geräusch~ “Steh auf du Tölpel!” Melodys Ohrfeige ließ Skye langsam wach werden. Sein Gesicht schmerzte immer noch durch den Knauf Schlag des Zwerges. Langsam setzte er sich auf. Sein Gesichtsausdruck war immer noch schnippisch gegenüber Melody. “Du Haarspange. Hilf mir auf.” “Ich?” “Ja schau nicht so dumm und hilf mir auf. Komm schon.” Melodys Gedanken drehten sich im Kreis. Was fiel diesem Schuft nur ein? Es war eine Mischung aus Verletztheit wie er sie behandelte und eine Spur von Wut die ihr Ehrgefühl bestärkte. “Na schön komm hoch mein Lieber.” diese unehrlichen Worte verrieten bereits ihre Intention. Langsam zog sie Skye hoch. Langsam. Dann ließ sie los und ließ ihn mit einem Grinsen wieder zurück auf den Boden sinken. “Arschlosch.” Melodys Gefühle kochten. Wieso half sie diesem Typen überhaupt? Hatte ihre Freundlichkeit sie etwa wirklich so getäuscht. “Hey. Wir sollten gehen. Zankt euch draußen weiter.” Yunas Worte bewegten bereits die kleine Ayako an die Hölzerne Tür. Ihr Katzenohren an die Tür pressend lauschte sie. “Was hörst du?” “ich höre 2 Zwerge vor der Tür.” Skye schien unbeeindruckt. “Für eine Katze ist das recht wenig Information.” Ayako fuhr fort. “Der eine Zwerg links vor der Tür trägt einen Streitkolben auf der Schulter und der rechte Zwerg trägt ein Schwert an seinem Gürtel…” Ayako schnurrte zufrieden. Skye schien zufriedener. “Schon besser Kätzchen.” Ayako war das Lob genug.” Ach und schon sind es nur noch 1. Zwerg”. Melody war sichtlich verwundert. “Wie macht sie das?” Ayako deutet auf ihre großen stolzen Katzenohren um im nächsten Moment auf ein Schlüsselloch zu zeigen. “Oh wow” Yuna die die ganze Zeit neben Ayako verweilte und ihr Buch sicher in Händen hielt schien endlich los zu wollen. “Wi… wie kommen wir hier raus?” “Wir könnten die Zwerge bitten uns einfach gehen zu lassen” “Wir schlagen sie bewusstlos. Das sind dumme Zwerge.” “Oder so”. Ayako schien nicht ganz Skyes Worten folgen zu können, doch hielt sie ihn für durchaus kompetent, wenn auch seine große Klappe oft stärker war als sein Schwertarm. “Haarspange und ich sind immer noch in Hanfklamotten eingepackt. Ihr habt wenigstens eure normale Kleidung behalten dürfen.” “Das Loch war dunkel” “Klappe Kätzchen! Ich habe gesehen das die Zwerge Waffen und Kleidung der Gefangenen immer in einen Schrank hinter dieser Tür bringen. Also ich erkläre den scheiß Plan nur einmal. Und es ist mir verflucht noch Mal egal ob ihr ihn gut findet. Macht was ich sage oder verschwindet!” “Aber du… wieso dir folgen?...” “Weil du keine andere Wahl hast Haarspange und jetzt halt deinen hübschen Mund wie ich es dir schon tausend mal gesagt habe.” Melody schwieg war aber gar nicht erfreut. “Wir machen es so. Haarspange klopft. Und ich überrasche den Zwerg. Kätzchen und Emo…” “Yuna!” “Sag ich doch. Steht uns einfach nicht im Weg.” Die Stimmung war aufgeheizt. Es missfiel der ganzen Gruppe Skye als Unsympath der Runde zu folgen. Allerdings hatten sie nicht groß andere Möglichkeiten. In Melodys Kopf rumorte es. Was war besser? Die Zelle oder diesem Scheusal zu folgen. Melody widerte der Gedanke an. Yuna war wie immer positiv und streichelte derweil mit einer Hand den Fennek Vulpec und mit der anderen Hand einen Meter höher den Narwal Sushi den Ayako auf ihrem Kopf gepackt hatte.
“Haarspange jetzt.” Melody klopfte zögerlich aber bestimmt. Das Klopfen wurde sofort gehört. Skyes Blut wurde in diesem Moment deutlich schneller, wusste er doch was auf dem Spiel stand. Man konnte dem verbitterten Mann vieles vorwerfen. Egoismus, Respektlosigkeit oder gar Heuchelei. Was man ihm aber nicht absprechen konnte war sein Stolz und sein Ehrgefühl. Er wollte diese Truppe in die Freiheit führen? Und somit war kein Opfer zu schwer das er brachte. Seine Gedanken waren fokussiert. Er würde den Zwerg der in diesem Moment die Tür öffnet einfach einen kräftigen Hieb auf den Hinterkopf geben. Ein einfacher gezielter Schlag. Die Tür ging auf. Skye versuchte hinter den Zwerg zu hechten bevor dieser sein Schwert ziehen konnte. Allerdings hatte er seine Rechnung ohne das Ungehorsam von jener rebellischen Melody gemacht. Diese sprang ihm zur Hilfe und wollte geschickt unter dem Zwerg wegtauchen. Ihr Mut der allerdings eher töricht war täuschte sie. Sie rechnete zu spät mit dem schnellen Aufblitzen der breiten Zwergen Klinge. In Melodys Augen spiegelte sich eben diese mehrfach wieder. Ein Moment in der Melody das Blut gefrierte und zu Kopf stieg. Mit einem Ruck wurde sie aus der Situation gerissen. Nein. Aus der Situation getreten. Skye der eine Reaktion wie ein Falke bewies schubste die erstarrte Schurkin von dem Zwerg weg. Sein Heldentum ausgelöst durch die Naivität und die Falscheinschätzung von Melody wurde ihm allerdings schmerzlich zum Verhängnis. Der Zwerg traf mit der glücklicherweise recht stumpfen rostigen Zwergen Klinge seine Seite und riss sie mit einem einzigen Zug auf. Melody sah nur entsetzt wie Blut in ihr Gesicht spritzte als der Zwerg Skye wie ein Fass öffnete. Melody war übersäht mit rotem heißen Blut. Skye sank vor ihm zusammen. Regungslos. Melody war erstarrt. Was sollte sie tun. Sie war Schuld. War sie Schuld? Er hatte sie gerettet. Dieser Moment brannte sich wie Minuten in ihre Gedanken. “Jetzt mach schon was! Sitz da nicht rum!” Yunas Verzweiflungsschrei riss Melody aus ihrer Starre und gab ihr etwas Mut. “Melody! Jetzt tu etwas!”  Yunas verzweifelte Schreie wurden leiser als Ayako ihr die Augen zuhielt um  sie etwas zu beruhigen. Melody öffnete allerdings in diesem einen Moment ihre Augen für die Wahrheit und wich dem Schlag des Zwerges geschickt aus indem sie zur Seite rollte. Der Zwerg schlug wieder nach ihr. Melody sprang zurück. lange wird sie nicht mehr ausweichen können. Was wenn die Klinge auch sie erwischte? Nein das durfte nicht passieren. Sie musste es wieder gut machen. In ihr sprang Wut empor. Ein Gefühl welches sie selten empfand und welches nie gut endete und immer Hand in Hand mit Verzweiflung ging. All ihren Mut zusammen nehmen ergriff sie einen halb losen Ziegelstein in der Wand. Dieser war gelockert und Melody wusste genau. Wenn sie nicht bald etwas hatte um sich zu verteidigen so müsse sie sich geschlagen geben. Ein Wille in ihr hatte da aber ein Wörtchen mitzureden. Sie stellte sich genau vor den Ziegelstein. Platzierte ihren hübschen Kopf schön mit dem Hals nach vorne gerenkt vor dem gelockerten Ziegelstein. In ihren Augen war keine Angst mehr. Es war Wut. Kampfgeist. in ihren Augen funkelte aber noch etwas anderes. Etwas undefinierbares Böses. Das Funkeln erlosch als Melody in dem Moment des Schwerthiebes zur Seite sprang und ihrem Verstand wieder die Oberhand gab. Der Schwert nur Kraft und kaum Verstand in seinen Angriff legend traf den Ziegelstein genau so, dass er ihn mit einem schönen brechenden Geräusch aus der Wand hebelte. Melodys Funkeln in den Augen war zurück. Sie fackelte nicht lange, rollte zu dem losen Ziegelstein der nun am Boden lag und wehrte mit diesem sogleich einen Schwerthieb ab. Der Zwerg war zu langsam und schwerfällig und verfügte nicht annähernd über die Reflexe der flinken Kriegerin. In wenigen Schrittfolgen setzte Melody zum finalen Hieb mit dem Ziegelstein an. der Steinklotz zertrümmerte mit voller Wucht den Kiefer des Zwerges der dadurch sofort in Schmerzen zusammen brach und keine Gefahr mehr ausstrahlte. Das Funkeln in Melodys Augen war allerdings noch da. und der Ziegelstein in ihrer Hand wog immer noch schwer. Ihr Wille war nicht das Problem. “Du kriechst nicht davon. Nicht vor mir. Du hast mir wehgetan du Scheusal.” Melodys unmenschliche Worte machten Yuna und Ayako Angst. “M Melody?...” “Yuna was ist mit ihr?...” die beiden kauerten am hintersten Ende des Raumes zusammen mit dem immer noch auf dem Kopf  liegenden Sushi. Selbst Melodys Fennek hat sich wissend in Sicherheit gebracht. Melody war in diesem Moment in ihrer eigenen Gefühlswelt gefangen. Ein Strudel aus Hass und Verletztheit ließ sie weiter machen. Immer und immer wieder schlug sie auch den Kopf des Zwerges ein. Selbst als nur noch knochiger Matsch zu sehen war, war sie nicht zufrieden. “Melody! Hör auf!” Yunas Schrei riss sie aus ihrem Tunnel. Ihre Wut und Entschlossenheit waren wie weggeblasen. Was hatte sie getan? Sie wollte all das nicht! Sie ließ geschockt den Ziegelstein fallen. Beim zurück schlottern stolperte sie über diesen und sah sich zwischen der entstellten Zwergen Leiche und dem schwer verletzten Skye wieder. Ihre Augen waren ein Chaos aus Verzweiflung und diesmal Reue. Sie hatte getötet. Wieder einmal. Wie ein Monster. Ohne Gefühle hatte sie auf diesen Zwerg eingeschlagen. “Ich… ich wollte das nicht… nein… nein… das… wie... “ sie kroch zum Zwerg und sah den Knochigen Matsch der mal sein Kopf war. “ich wollte das nicht… wie… nicht schon wieder..” ihre Stimme war in diesem Augenblick zerbrechlich wie Kristallglas. Als sie zu Skye schaute brach ihr Herz erneut. “Es … es tut mir Leid…. das… das ist meine Schuld… ich…” “Melody hör auf” “Aber… aber ich habe sie alle umgebracht…” Melodys Weinen schallte zu weit in die Festung. Weitere Wachen werden sicherlich gleich kommen. Und diesmal werden sie nicht zimperlich sein nach der Sauerei die Melody verbucht hatte. Ayako dachte nach. “Yuna mach was Magisches um das hier” sie deutete auf Skye “Wieder heile zu machen. ich kümmere mich um Melody.” Sie ging zu der jungen Schurkin und umarmte sie von hinten. Diese war überrascht von der warmen Berührung der Kätzin. Ayako schnurrte entspannend und besänftigend. Egal was Melody gemacht hatte. Es war vorbei. Melody wollte ihre Hand nach Ayako ausstrecken um sich für die Nähe zu bedanken. Die schüttelte den Kopf. “Bleib mit deinem Blut bloß weg von meinem Fell!” Melody verstand was sie meint und ließ die Hand sinken. “Bin ich ein Monster?” Ayakos Schnurrhaare zitterten nervös. Sie war sich nicht sicher. Sie sah noch einmal auf den Zwerg. “Nein. Du.” sie schaute wieder weg  vom blutigen matsch. “Du hast nur Aggressionsprobleme. Das ist normal. Bestimmt. Ein Trauma vielleicht oder so. ich weiß nicht” Ayako wollte Melody aufheitern. Wusste aber nicht so recht wie. Sie war sich nur sicher, dass Melody es wert war. Dann kam ihr ein Gedankenblitz. Sie nahm Melodys Fennek in die Pfoten. “Schau hier ist… wie heißt er nochmal?” “Vulpec…” “Ja… genau. Schau hier ist deine Vulpec. Sie ist flauschig! Und flauschig macht glücklich. Es… macht dich doch glücklich oder?” Ayako drückte den Fennek in Melodys Hände. Diese schaute in die ehrlichen Augen ihres treuen Begleiters. Augen die mehr verbargen als Ayako in diesem Moment bewusst war. “Sie ist süß! Also sei wieder gut drauf ja?” Ihre imaginären Psychiater Klamotten ablegend drehte sie sich zu Yuna die in ihrem Buch blätterte. “Schon was gefunden?” “Ja ein Rezept für Rührei.” “Yuna… bleib bei der Sache.” “Ja ich gebe mir Mühe. ich habe etwas was helfen könnte. Einen Zauber. Aber ich hab ihn nie eingesetzt.” Ayako schaute die unsichere Yuna an und dreht sich zu der mit dem Fennek kuschelnden Melody um. Diese schien wieder glücklich zu sein. Oder zumindest heulte sie nicht mehr. Die Flausch Medizin hatte gewirkt. “Melody?” “Ja Ayako?” “Ich brauch das mal kurz.” Ayako nahm ohne eine Antwort abzuwarten Vulpec aus Melodys Armen. “Hey…” Ayako beachtete sie nicht und ging mit dem heilenden Flauschball zu Yuna. “Da nimm das mal” “Was soll ich damit?” “Flauschen.” Yuna streichelte denn Fennek. Vulpec ließ sich wirklich alles gefallen war sie sich doch ihrer Freundlichkeit bewusst. Yuna mochte ihn. Sie war flauschig weich und roch gut. So gut wie Tiere eben riechen konnten. Yuna fühlte sich nach der Streichelei schon viel bestimmter und sicherer. Ayako schien zufrieden. ihr Verstand war untrüblich. “Yuna es wird Zeit. Der Typ rinnt langsam aus. Mich wundert nur wieso niemand außer diesen zwei Zwergen hier wache schiebt.” Melody schien eine Antwort zu wissen. Kannte sie doch den Grund ihres Hierseins wessen sie allen in diesem Raum drohend präsentiert hatte. “Das hier ist ein Zwergen Verließ. Zwerge sind nicht gerade die intelligentesten Zeitgenossen. Die Menschen nutzen die dümm… nicht so schlausten dieses Volkes gerne um ihre Drecksarbeit zu machen. So wie hier. Dieses Verließ wurde notdürftig gebaut um Menschen an diesen Ort zu binden die hier bleiben sollen… bis sie sterben. Es ist grausam. Aber die Zwerge hinterfragen es nicht. Das… ist traurig.” Melodys Stimme war bedauernd. und die Hoffnung in ihrer Stimme war versiegt. Ayako allerdings war noch positiv. Mit ihrem Narwal Kopfschmuck, dem immer noch ohnmächtigen Narwal, auf dem Kopf setzte sie sich zu Yuna die einige Zeilen aus ihrem Zauberbuch gelernt hatte um Skye zu helfen. “Yuna? Bist du bereit?” Yuna nickte “Ich kann seine Wunden schließen aber keine inneren Verletzungen heilen.” “Erstmal nicht mehr ausrinnen.” Ayakos Optimismus übertrug sich auf Yuna und mit fester bestimmter aber gefühlvoller Stimme gab sie tanzende magische Runen aus ihrem Buch eine Mission. Melody ganz verträumt und Ayako wie immer fasziniert wenn ihre Freundin das macht schauen zu. “~Morbi Vitae libério quis Filum-mé….~” Mit jenen Worten beginnt sich die grässliche Wunde an Skyes Seite zu schließen. Stück für Stück wie ein Reißverschluss verschließt Yuna die Wunde allein durch die Kraft ihrer Worte oder einfach gesagt durch Magie. “~Es textendere, satis magna Coraí~” Skyes Wunde war nun wieder ganz geschlossen und nur eine karge Narbe war zu sehen. “Puh.” Yuna atmete durch. Ayako umarmte ihre Freundin. “Toll gemacht Yuna.” Melody war immer noch verträumt von dem was sie gesehen hatte. Sie kannte Magie. Bisher war sie in ihrer Gegenwart aber jeher für Böses eingesetzt worden. Ein so schöner Einsatz von Magie war für die Schurkin neu. Sie kroch auf den noch ruhig daliegenden Skye und ihr wurde wieder schmerzhaft bewusst das sie Schuld war. Schuld an all dem Leid. Sie wollte Menschen nicht weh tun. Aber es passierte immer. immer und immer wieder. Sie setzte sich zu Skye und legte seinen Kopf auf ihren Schoss. Sie flüsterte zu Yuna “Danke… das vergesse ich dir nicht.” Yuna nickte nur. Sie brauchte keinen Dank, lehnte ihn aber auch nicht ab. Yuna genügte es seit je her wenn Menschen glücklich waren. Das war ihr Dank genug.
Melody strich Skye durch die Haare. Was waren das für Gefühle. Sie fühlte sich verantwortlich für ihn. Wieso nur? Sie verstand die Empathie zu diesem Unsympathen nicht. Aber sie wehrte sich auch nicht groß dagegen, war es doch ein schönes Gefühl. Ein unverständliches Gefühl ja, aber auch ein sehr schönes. Als Skye schließlich die Augen öffnete blinzelte Melody ihm nur nervös zu. Wird er sie gleich umhauen oder ihre Entschuldigung annehmen. Es bedeutete ihr etwas, mehr als sie es für möglich hielt. “Sorry Arschloch…” Melodys Worte waren selten so ehrlich gewesen, wunderte sie sich doch über Skyes Ungunst sich gegen sie zur Wehr zu setzen. Melody half Skye sich aufzusetzen. Vorsichtig um seine Wunde nicht auf zu reißen. Sie wusste zwar um Yunas wunderbarer Heilmagie, dennoch war sie vorsichtig. Skye sah sie nicht einmal vorwurfsvoll an. In seinem Blick war viel mehr ein Hauch von Ehrgeiz. Ein gefährliches Gefühl wenn man Skyes restlichen Charakter betrachtete. “Ein Punkt für dich Haarspange. Aber ruh dich nicht darauf aus.” Melody waren seine Worte gleichgültig war sie doch immer noch über ihre eigene Lebendigkeit verwundert. Skye stand mit Melodys vorsichtiger Hilfe auf. Dieser traute ihrer Hilfe nicht so wirklich. Diesmal jedoch ließ Melody ihn nicht fallen. In ihrem Tun war etwas Neues. Reue.
Nach Skyes Aufrappeln standen alle wieder sicher auf ihren Beinen. Alle etwas angeschlagen ob Körperlich oder geistig.

Skye nickte Yuna dankend zu die schüchtern ihr Buch schloss und ihm nicht direkt in die Augen schauen wollte. Skye drehte Yunas Gesicht sanft wie ein Gentleman zu sich. Melody war von dieser Zärtlichkeit verwundert. Sowas konnte dieser Schuft? Skye führt fort. “ich danke dir Emo…” “Yuna…” “Yuna… ja… ich verdanke dir mein Leben.” Skye verbeugte sich tief vor der nervösen Dame im schwarzen Kleid. Wieso machte er das? Yuna fühlte sich beschämt. Ihr war das unangenehm. So viel Dankbarkeit auf einmal war zu viel für sie. Skye richtete sich 5 innige Sekunden später wieder auf nickte ihr ein letztes Mal dankend zu ohne eine Spur Stolz zu verlieren.

Die positivste in der Gruppe war die kleine Katzendame Ayako die sich schnell ihr Hemd grade zog und den Narwal auf ihrem Kopf gerade rückte und das ungleiche Grüppchen anzuführen versuchte. Sie war das As der Gruppe wenn es ums schleichen ging. Ihre leisen Katzenschritte waren nahezu unhörbar. Dieses Privileg glichen Skye und Melody die ihn immer noch stützte aus. Yuna folgte mit Melodys Fennek immer noch als Seelen Stütze auf der Schulter dem munteren treiben.

Hinter der Holztür befand sich ein kleiner Raum mit einer weiteren Holztür die etwas vermoderter zu sein schien. Vermutlich war die Festung älter als der Gefängnistrakt selbst. in diesem kleinen steinernen Raum befand sich ein großer Geräumiger Schrank. Einer dieser stilistischen Schränke in denen bequem 5 Leute passen würden, wurde hier als Kleidungs- und Waffenschrank für die Gefangenen  missbraucht. Melody war hellauf erleichtert ihre geliebten schwarzen Dolche wieder zu haben. Sie waren ein Geschenk gewesen und somit wertvoller als ihr eigentlicher Wert für die junge Schurkin. Melody zog sich auch ihre mittlerweile eingestaubten Klamotten wieder an und half Skye in seine zu kommen. Das einzige was nun noch im Schrank hing war ein großes Schwert in einer edlen Lederscheide mit Bambusfüllung. An dessen Schwertknauf zierte ein Symbol des Landes Ferune, das Nachtreich dieser Welt, die wunderschön edle Waffe. “Gehört das dir?” Skye zögerte kurz als ob er sich erst wieder erinnern musste. “Oh ja.” Melody war erstaunt erwiderte aber nichts. Wie kam dieser Tunichtgut an so ein schmuckvolles Schwert? Oder nahm dieser Dieb es nur mit weil es wertvoll aussah? Fragen über Fragen die in Melodys Kopf kreisten aber wenig Sinn ergaben. Ayako ihre Schummerangs, hölzern geschnitzte Wurfwaffen bekannt als ihre Spezialität, einsteckend machte Druck weiter zu gehen. “Wir müssen weiter. ich fühle mich hier nicht wohl… und Sushi bewegt sich immer noch nicht…” Sie streichelte besorgt ihre kleine tierische Freundin auf ihrem Kopf. Die anderen folgen als sie weiterging.

Hinter der nächsten Holztür erstreckte sich ein hoher Rundschacht etwa 20 Meter nach oben. Eine lange Wendeltreppe wand sich diesen Schacht entlang. Ganz oben war Licht zu sehen.. Tageslicht. Und diesmal weit mehr als leichte Lichtstrahlen durch Risse in der dicken Steinwand. Yunas Augen strahlten voller Hoffnung. Sie blinzelte dem Licht entgegen während sie die Treppe nach oben den anderen folgte. Lange kannte ihre Augen nur die Dunkelheit dieses Kerkerloches. Das ständige Tageslicht Kanterras wird eine heiden Umstellung für die junge Dame. Aber es war keine Scheu die sie nach draußen zog. Es war Freude. Freude die Sonne zu sehen und die Welt die ihr verborgen blieb all die Zeit hier. Am Ende der Wendeltreppe mündete diese in einen niedrigen gang nach draußen. Ohne Zweifel ein Zwergen Gang. Nur diese konnten sich in diesen schmächtigen Gängen zu Hause fühlen. Wobei dies wohl schon lange kein Zuhause mehr war, glich die Festung doch eher eine Ruine aus vergangener Zeit. die Wände waren porös so das die Sonne ihre warmen Strahlen hindurch rieseln ließ.
Alle in der Gruppe waren mausestill als Ayako auf etwas vor dem Ausgang des Ganges deutete. “Zwerge…” Ayako schien sich ihrer Schleich Kunst sicher. jedoch fielen besorgte Blicke auf Skye und Melody die nicht gerade leise voran kamen.

“Wenn wir schleichen… und wirklich leise sind… dann schaffen wir das.” Die Worte der Kätzin waren simpler als die Situation die sich ihnen bot. Vor dem Eingang der Gefängnisruine saßen mehrere Zwerge. Eine ganze Meute dümmlicher Zeitgenossen. Tiefe Narben zollten von den Grausamkeiten die diese erlebt haben mussten und die sie dazu brachten für das Menschen Volk hier Wache zu schieben. Yuna taten sie Leid. Irgendwie schlug Yunas Herz für jedes Geschöpf solange es nicht mehr als 4 Beine hat und unter ihr Kleid krabbeln könnte. Yuna wollte einfach das sie alle heil hier raus kommen.

Ayako führte die unliebsame Gemeinschaft geschickt aus dem Ruinen haften Tunnel ins Freie. Zu ihrem Glück schickte sich an diesem Ort niemand an für Ordnung zu sorgen. Herumliegende Mauerbrocken und umgefallene Statuen boten also gute Deckung. Der Untergrund zum großen Torbogen der die Festung abriegelte wurde unebener und geröllartiger. Was für Ayako ein Kinderspiel war, war für die anderen eine wackelige Stolperparte. Besonders Melody hatte Probleme Skye gerade zu halten. “Wir haben es gleich geschafft.” Ayako war sich ihrer Katzenpfoten sicher. Ihre unbedachten Schritte auf dem losen Geröll ließen allerdings ein Stück Stein aus einem großem vermoosten Mauerbrocken fallen. Dieser löste eine Kettenreaktion aus und weiter Steine rollten den Zwergen entgegen. Diese erhoben sofort drohend ihre Waffen. Melodys Blut gefror. Ayako hatte sie geschickt durch die Geröllwüste einer Festung geführt, doch machte dieser eine Fehltritt alles kaputt. "Das sind zu viele!" Nun ohne vorsichtig zu sein rannten die Vier Ungleichen in Richtung eines Torbogens der Die Burgmauer begrenzte. Mehrere Zwerge stellten sich in den Torbogen. Die Gruppe langsam in Panik wollte umdrehen. Nur waren sie nun von Zwergen umzingelt. Yuna verfiel ihrer Nervosität. "Wir können über alles reden?..." Die Zwerge schienen sich nicht für eine friedliche Lösung zu interessieren. Skye dachte krampfhaft nach. Insgeheim wusste er das es nur einen Ausweg gab. Einen Weg sie doch noch zu retten. War die Gefahr groß genug? Musste es sein? War es die einzige Möglichkeit? Skye bejahte alle diese Fragen im Kopf und war entschlossen. Melody stellte sich vor Skye. Dieser schob sie aber zurück und zog zum Ersten mal in Gesellschaft anderer sein Schwert. Eine scharlachrote Klinge nicht von Menschenhand geschmiedet, durchzogen von Magie und übersäht mit Runen einer toten Sprache. Die Gruppe schien beeindruckt und entsetzt zugleich.

Skye strich mit 2 Fingern über eine der Runen. Weißes Licht teilte die Klinge und gab eine glühende Schneide preis. Sie wirkte instabil wie ein Vulkan. Skye war gerade so im Stande sie nicht korrumpierend zu führen. Die Klinge glühte bis in den schmuckvollen Knaufs dieser Waffe. Skyes Seite tat weh. Er wusste allerdings das er durchhalten musste. Noch ein wenig. Dann war es vorbei. Skye flüsterte den andern geschockt Faszinierten ein paar wichtige Worte zu. “Wenn ich jetzt schreie dann werft ihr euch auf den Boden. Ich hab verdammt nochmal keine Lust darauf euch von der Wand zu kratzen!” Diese Worte gingen durch Mark und Bein, waren sie doch eine Warnung auf Mächte die Skye in diesem Moment in die Welt entließ. Die rot glühende Klinge pulsierte so stark das sein brauner Umhang auf Spannung im Rückstoß wehte und selbst seine Haare standen zu Berge. Die ganze Geröll Ebene schien sich magisch aufzuladen. Die Zwerge schienen vor Furcht erstarrt. Skye war ein Ebenbild der magischen Konstante dieser Waffe.
“Jetzt!” Alle Vier warfen sich auf den Boden. Skye das Schwert in die Höhe streckend konnte nur dabei zu sehen wie alles sich nicht am Boden in Sicherheit befindende von einem Schwall aus spektralem heißem Licht versengt wurde. Als das Sekundenlange Leuchtfeuer versiegte und in die Klinge zurück kroch war alles totenstill. Zwerge ihre Schwerter schon fallen gelassen standen nur noch angekokelt da... Weit mehr als 20 Zwerge versengt durch einen einzigen Schlag.

Ayako und Yuna saßen noch einige Augenblicke einfach nur geschockt da sich gegenseitig umarmend. Wie zwei Kinder die zum ersten Mal ein Feuerwerk gesehen hatten und gleichzeitig eine Lektion bekommen hatten wieso man nicht mit dem Feuer spielt strahlten ihre Augen gleichzeitig fasziniert und fassungslos. Melody taumelte wieder. “Ich träume doch… das gibt es doch nicht. Macht es das immer?” Melody starrte Skye geschockt aber interessiert an. dieser deutete auf die lederne Scheide die am Boden lag. Melody verstand nicht ganz hob sie aber auf. Skye humpelte hielt aber stand. Sein Mantel qualmte und kleine Asche Stückchen säumten sein Haar. Es musste ungeheuerlich anstrengend gewesen sein dieser Klinge so lange Einhalt zu bieten. “Ob es das immer macht? Es hört doch nicht auf mich… es macht was es will…” mit diesen Worten sicherte er die immer noch leicht glühende Klinge in der edlen Schwertscheide die Melody ihm vorsichtig hinhielt. Die mächtige Runenmagie die von diesem Gegenstand ausging war nun wieder sicher eingedämmt. Melody hing ihm das Schwert zuvorkommend wieder auf den Rücken. Seine Schultern fühlten sich für Melody sehr verkrampft aber durchaus muskulös an. Ein wahrer Krieger wie er im Buche steht. Melody konnte eine gewisse Sympathie nicht verbergen. Skye blinzelte der jungen Dame die gefährlich nah an ihm stand zu. “Damit sind wir Quitt und schulden uns nichts mehr.” Yuna und Ayako abwechselnd Sushi in der Hand stimmten ihm nichtssagend zu war es doch schön endlich Frieden zu haben. Keine Zwerge die sie umbringen wollten, fürs erste zumindest. Ayako ging zu einem der verkohlten Zwerge und stupste diesen neugierig an. Die Katzendame mit dem Grips schien wohl alles zu interessieren. Als der schwarz kohlige Zwerg allerdings zu Staub gerieselte schreckte sie zurück. “Boar! Ich muss kotzen bei dem Gestank.” “Ayako das waren Zwerge. Was hast du erwartet.” “ich habe gar nichts erwartet. Das war ja der Fehler.” Ayako trottete leicht angewidert zurück zur Gruppe. Dort stand Melody immer noch in Skyes Bann. In einem Bann aus Hohn und Unverständlichkeit. Ihre Augen waren geweitet als würde sie ihren Augen nicht trauen. Diese Wort gerade. Die Worte aus dem Munde dieses Mannes. Wieso? “Wir sind Quitt?... Wir sind Quitt?! Du verdammtes Arschloch! Wir sind alle verletzt und aufeinander angewiesen! Und du denkst nur an dich?  Was bist du nur für ein Mensch?” Die Entsetztheit in ihren Augen war selbst für Skye unverkennbar. jedoch ließ ihn das nicht erschrecken. Er war sichtlich erfreut. Ja es schien ihm gar zu gefallen. “Haarspange ich mag dich auch.” Provozierend fuhr er der aufgebrachten Melody grob durchs Haar. Diese ging nicht näher darauf ein und setzte einen strammen Schritt in Richtung Ausgang der Zwergen Festung an. Ayako lief ihr hinterher dicht gefolgt von Yuna. Melody merkte die Aufregung in Ayakos Blicken sofort. “Was ist los?...” “Sushi… sie bewegt sich immer noch nicht…” “Oh nein… bestimmt finden wir in einem Dorf oder so Hilfe… wir helfen ihm versprochen.”  ~Fennek Laute~ Vulpec schnupperte an dem platten Mini Narwal auf Ayakos Kopf und schaute danach Melody traurig an. Melody wusste genau. Sie mussten sich beeilen. “ich kenne diese Gegend nicht… aber wir finden was…” Melodys Gedanken schlenderten zwischen Trauer um den möglichen Verlustes von Ayakos kleiner Freundin und dem einfachen Entsetzten diese zu enttäuschen. Melody hatte Angst. Yuna stand wie immer nah an Ayako und war für sie da in guten wie in schlechten Zeiten waren sie bereits Freunde gewesen seit dem sie sich kennengelernt haben. Skye saß etwas abseits der Gruppe auf einer gefallenen Säule und sprach in die Gruppe. “Der Fisch ist schlafer als Haarspanges Oberweite.” “Wie bitte du Arschloch.” “Klappe Haarspange. Ich kenne die Gegend hier bis in die Zwielicht Zone hinein. Es gibt ein kleines Händler Dorf namens Kniet etwa eine halbe Tagesreise Richtung Zwielicht Zone.” Melody war angewidert diesem Ungut noch einen weiteren Meter zu folgen. Wie konnte sie ihn noch vor wenigen Minuten sympathisch finden. Unglaublich. Der Blick auf den schlafen narwal ließ ihr aber keine andere Wahl. “Na schön… führe uns da hin… aber geh mir aus dem Weg!”

 

Ehrlichkeit, Trauer und Tavernenkram

Kniet ein kleines Städtchen an der Küste Kanterras.

Kanterra, das Sonnenreich dieser Welt und Juwel der Sonne selbst war ein Land am Meer Anturgis zu Ferune. Ein Land das im ständigen Konflikt  um die Zwielicht Zone für das Reich der Sonne gegen Ferune einsteht. Ein Land der heißen Strände an denen die Sonne immer blutend im Meer treibt und ein Land des Handels und des Wohlstandes. Menschen und Zwerge gingen hier Hand in Hand mit dem Volke der Xul, ein reptiloides Volk aus dem Herzen der Sonne, dem Zentrum des hellen Kontinents. Nicht so aber in jener Stadt die man Kniet nannte. Der hässliche Name dieser Stadt wurde nur von der Habgier des dort ansässigen Volkes überstrahlt. Niet war einst ein Ort des roten Goldes. Jedoch sind jene Quellen des Reichtums seit Jahren erlischt und so langsam beginnt sich die Kluft zwischen reich und Arm zu spreizen. Die Reichen hüten ihre Reichtümer wo hingegen die Armen darunter leiden müssen wie in jedem kapitalistischen System. Kniets Tore waren einst für jede gute Seele freundlichst geöffnet. jedoch waren diese Zeiten vorbei. So auch heute.  5 Gestalten zogen ihrer Wege durch einen Palmenwald. Die Schwarzhaarige der Truppe stützte Skye immer noch wider ihres Willens. Direkt dahinter folgte die schwarzäugige Magierin mit den heilenden Sprüchen. Als Schlusslicht schritt Ayako halb auf ihrem kleinen Gefährten, ein kleiner magisch schwebender Narwal, hängend hinter ihnen her. Dieser ging es schon besser als vor einem halben Tag noch. Sie war wieder bei vollem Bewusstsein und half wo er kann. Niemand konnte aber leugnen das es ihr nicht gut ging und sie schnellstmöglich Hilfe brauchte.

"~Narwal Laute~" "K keine S sorge Sushi... es ist bestimmt nicht mehr weit..." "~Narwal Laute~" "Da könntest du recht haben"

Melody zeigte auf eine kleine aber prunkvolle Stadt am Grunde eines Tals auf dessen Kamm sie sich gerade befanden. "Wir sind gerettet..."

Die letzten 6h zogen sich wie Tage. Alle trugen Wunden die versorgt werden mussten, ob psychisch oder körperlich. Und diese Stadt versprach schnelle Hilfe. Es war Kniet. Eine Stadt die vom Handel der Zwerge lebte. Viele der Bewohner konnte man durchaus als wohlhabend bezeichnen. Nur macht Wohlstand selten Hilfsbereit.

Am Stadttor angelangt wurde diese Annahme bereits bestätigt. Es wurde die Truppe misstrauisch beäugt von 2 großen Zwergen ganze 130 Zentimeter Groß. Melody schickte sich an vorsichtig mit den beiden Torwachen zu reden. "Wir sind hier um unsere Wunden zu versorgen. Wir wollen keinen Ärger" Mehr als ein spöttisches Gelächter bekam Melody nicht von den Torwachen. Dieses war Melody und den anderen der Gruppe aber sichtlich egal. Sie wollten nur schnelle Hilfe für Sushi, eine Warme Mahlzeit und ein Bett um lange zu schlafen und das Vergangene zu vergessen. Das Tor durchschreitend sahen sie wie groß die Stadt doch war. Ein Marktstand schloss an den nächsten. Ein munteres Treiben belebte das Gemüt der Bewohner. Es wurde um Edelsteine und Schmuck wie um Fleisch und Fisch gefeilscht.

Melody kam direkt zum Punkt um keine zeit zu verlieren. Sie wollte nicht noch mehr aufs Spiel setzen, bedeutete ihr die Gruppe aus noch unerfindlichen Gründen sehr viel. "Wir brauchen Informationen.. und eine Bleibe für die Nacht." "In die nächste Kneipe... da gibt's immer jemanden der redet und Zimmer." Skye führte die Gruppe auf eine Hütte deren heruntergekommenes Aussehen deutlich aus der Masse an Prunkvollen Bauten hervor stach. Ein kleiner Schuppen der sich ‘Zu den  Butterfliegen’ nannte. Eine extravagante Schenke an einem extravaganten Ort.

"Sicher das wir da rein wollen?" "An solchen Orten gibt's Leute die reden.. Zimmer... und Alkohol."

Skye wartete nicht auf die anderen und ging bereits zielgesteuert hinein. Die anderen folgten eher widerwillig. Besonders Ayako war dies nicht geheuer. So viele laute Geräusche an einem Ort machten die Katze nervös. Yuna schien kein Problem damit zu haben. Ebenso wenig Melody der es einfach nur missfiel, dass sie schon wieder Skye hinterher lief. Die Bar war spärlich besucht. Wenige Zwerge tranken auf ihre Geschichten und Menschen spielten ein Spiel mit mehreren Würfeln die vielen Kanten hatten und Pergamente mit Informationen über Persönlichkeiten und Fähigkeiten darauf. Scheint ein tolles Spiel zu sein, jedoch nichts für diesen Abend.

Yuna und Ayako schlugen ihren Weg direkt die Treppe hoch ins Quartier ein. Sie waren beide müde von den Strapazen und wussten genau das noch weitere folgen werden. Dementsprechend wollen sie sich ausruhen und ihre leichten Blessuren versorgen.

Skye stellte sich derweil an den gut besuchten Tresen. "Gib mir was mit viel Alkohol... ich will die letzten Wochen vergessen..."

Melody wollte gerade wieder gehen, um Leute um Informationen zu fragen da sie immer noch einen Arzt für Sushi suchten, als Skye sie zurück hielt. "Was ist los?" "Du lädst mich ein... komm ich bin durstig!" "Ich tu was?" Ihre Worte abschneidend zog Skye sie vor den Tresen. Mit wenigen Handzeichen bedeutete er dem Barmann sein Anliegen. "Trinkst Du?" "Was? nein!" Skye schob ihr dennoch ein Glas zu. Der Bar Mann schien zufrieden zu sein, war er doch ein Gast welcher nicht so schnell seinen Platz räumen würde. Skye spielte mit seinem Glas in der Hand. Er wollte mehr über sein hübsches Gegenüber wissen und startete auf seine Weise das Gespräch. "Haarspange... im Bett auch so verkrampft?" "Wie bitte was? Was geht dich das an?!" Skye deutete auf eine Amsel die auf der Fensterbank pickte. sie war klein, schwarz und unauffällig. Ein kleines naives Vögelchen. Melody schien nicht zu verstehen was er meinte. Skye fuhr währenddessen mit einer schnellen Handbewegung über Melodys Glas. "Was mich das angeht? Kommt drauf an ob du dein Glas austrinkst..." mit forderndem Blick schaute er Melody in ihre violetten Augen. Diese schienen seinen smaragdgrünen Augen keine Wimpernlänge weit zu trauen. Noch weniger gönnte sie ihm aber seinen Sieg. Mit großen Schlucken leerte sie ihr Getränk. Und dieses zeigte ungeheuer unnatürlich schnell seine Wirkung.  "Haarspange?..." "Halt die Klappe... du spielst immer den Obermacker?! Aber wann hattest du mal jemanden im Bett?" Skye schien überrascht von ihrer plötzlichen Direktheit. Klar wollte er so etwas provozieren. Normalerweise dauerte das allerdings etwas länger. "Das war ein Glas... du verträgst echt gar nichts..." erst jetzt fiel ihm auf das ein Zwerg sich zu ihnen gesellt hatte. Einen großen Krug Zwergen Bier hatte er sich bestellt. Nur stand vor dem Zwerg nun ein Glas mit deutlich minderem Alkoholgehalt. Und in Melodys Hand befand sich das Zwergen Bier welches eigentlich für Nicht Zwerge viel zu stark war.

"Oh Nein..." Skye wollte dem Zwerg schon ungeschickt das Glas weg ziehen. Doch dieser leerte das Glas schneller als Skye es verhindern konnte. Mit verdutzten Blick schaute der Zwerg Skye nun an. Er schien angewidert vom minderen Geschmack des Getränkes gegenüber seiner sonstigen Getränken zu sein. Verständlich wenn man bedenkt das dieses Getränk für Melody bestimmt war.

"Verdammt! Wir haben 5 Minuten bis es wirkt!" Skyes Worte schienen den Zwerg nicht zu interessieren und nicht zu Melody durch zu dringen. Nur wusste Skye das eben die kleinen Pilze die eigentlich die junge Melody gefügig machen sollten jetzt in diesem Zwerg waren. Und Melody saß mit einer halben Alkoholvergiftung durch das viel zu starke Zwergen Bier neben ihm. Schlimmer konnte der Tag kaum werden.

"Syke du bist echt ein Vollidiot!" "Und du bist dicht...Skye!" Melody schien jeden Ankerpunkt in dieser Welt entschwinden zu sehen. Ihre Hände versuchten die Entfernung zu ihrem Gesprächspartner der keinen Meter entfernt von ihr saß abzuschätzen. Sie freute sich als sie ihn mit ihren Händen fand.

"Hast du eine Freundin? Syke?" Skye schien sichtlich verwirrt und verunsichert in dem Wissen das Melody besoffen war und beim Zwerg bald Pilze wirken würden die für die Schwarzhaarige am Tresen bestimmt waren.

"Sag schon Syke?!" "Ich hatte eine... aber das ist lange her... Skye" "Weißt du Syke? Ich könnte dich mögen wärst du nicht so ein hirnloses egoistisches Arschloch... ich liebe dich.. wie hieß sie??" Skye schienen sichtlich die Fäden die er so aufwendig gesponnen hatte zu entgleiten. So war das nicht geplant gewesen. Er sollte die Fragen stellen und nicht sie. Dennoch antwortete er ehrlicher als geplant.

"Luana... und ich heiße Skye!" Melody hickste mit dem Rest der abendlichen Taverne um die Wette. "Ich weiß doch Syke... was ist aus ihr geworden?" Skyes Blick gefror bei Erinnerungen an eine Zeit in seinem Leben in dem es Außer ihm selbst noch eine hübsche Frau gab die er mehr schätzte als seine Freiheit. 3 Jahre war es nun her. 3 Jahre in denen es nur bergab ging. und das Ende der Talfahrt war eine besoffene Haarspangen Fetischistin neben ihm und ein bald ohnmächtiger Zwerg hinter ihm. Das alles war zu viel für den jungen Mann. Zu viel zu lange.

"Lass das! Ich wollte dich ins Bett bekommen! Und nicht das du mich ausdrückst mit deinen Fragen! Und ich heiße Skye!" Langsam schien die Luft in der Taverne stickig zu werden. "Skye?..." "Halt die Schnauze!" Sein Kopf wurde bereits rot. Melody hatte einen Nerv getroffen. Ein Fallen ihrer Mundwinkel verriet die Gerissene Haarspangen Trägerin. Erst jetzt fiel Skye eine kleine Topfpflanze hinter Melody auf. Bei genauerem Hinsehen konnte man schwarze Stellen an den Blättern erkennen. Bei einem weiteren Blick fiel ihm der typische Schaum im Topf der Pflanze auf. Der Schaum von Zwergen Bier. Ihm wurde übel. Melodys Blick war in diesem Moment eine Schlucht zwischen Trauer und Wut, auf dessen Grund reine Enttäuschung.

"Ich gehe jetzt. Danke für deine Ehrlichkeit. Ich habe verstanden." Diese Worte kratzten in Melodys Hals welcher weder Zwergen Bier noch sonst etwas an diesem Abend gesehen hatte. Melody war zutiefst erschüttert über die Skrupellosigkeit von dem Mann den sie aus dem Zwergen Verließ gerettet hatte.  War dies etwa Dankbarkeit? Nein. Es war kalter Verrat. Melody fühlte sich als würde ihr jemand kalt von hinten in ihr Herz stechen. Wieso empfand sie Sympathie zu diesem Scheusal? Wieso nur? Melody verstand ihre Gefühlswelt kaum noch.

"Melody... ich..." "Spar es dir! Sorg dafür das der Zwerg seinen Weg ins Zimmer findet... ich muss nachdenken… auch wenn ich am Liebsten vergessen würde...." Ihre Augen waren gefüllt mit Trauer. Doch vergoss sie keine Tränen. Ihre Wut hielt ihre Augen trocken. Mit schnellem Schritt entfernte sie sich in Richtung des Treppenaufganges zu den Zimmern.

"Ich bin ein Arschloch..." Der Zwerg legte ihm die Hand auf die Schulter. Nur wusste Skye nicht ob es eine Form von ehrenhaften Mitgefühls oder schon die Wirkung seiner Pilze war die ihn dazu bewegten. Wahrscheinlich eine Kombination aus Beidem.

"Komm wir bringen dich nach oben..." Skye führte den bedröhnten Zwerg vom Tresen weg und die Treppe hoch. Eis war eine hölzerne Treppe die schon bessere Tage gesehen hatte. Bei jedem Schritt knirschten die Dielen. nach 2 Treppenaufstiegen erreichten die beiden das Quartier. Grob schubste Skye den in sein Zimmer und verriegelte dieses zur Sicherheit mit einem Holzspatel. Er wusste nicht einmal ob es das richtige Zimmer war, war es ihm doch sichtlich egal. Skye wusste nicht was er fühlen sollte. War es wahr? Waren Melodys Worte wahr? "Luana wenn du nur hier wärst..."

Mit diesen Worten betrat er ein Zimmer welches er selbstverständlich nicht bezahlt hatte und setzte sich ans Fenster.

Eine Träne rollte von seiner Wange. War es Reue oder gar Bedauern? Es bleibt ein Rätsel.

 
 

Das Rot des Morgens

Gedämpfte Sonnenstrahlen durch dichte Vorhänge wurden nur durch den flackernden Schein eines kleinen Feuers in den Schatten gestellt. der harte Schlagschatten des kümmerlichen Flämmchens wirkte gar abartig grob gegenüber dem weichen Leuchten das eben durch diese Vorhänge waberte. Das kleine Feuer brannte in einer kleinen Pfanne. Als Zunder bot sich dem kleinen Feuer ein kleines Häufchen Pergamente. Diese knisterten leise und verheißungsvoll in dem scheinbar leeren Zimmer. In der Pfanne sammelte sich bereits eine dicke Schicht Ruß. Die verbrannt riechende schwarze Substanz sammelte sich ganz willentlich in der Pfanne, brauchte Skye sie doch um einen Brief von höchster Wichtigkeit zu schreiben. Ein Brief der längst überfällig war. Ein Brief der für sein Herz eine Erlösung, für seine Liebe Luana eine Entschuldigung war und diente es allein dazu einfach nicht zu vergessen. Luana war einst ein Mädchen im Leben dieses verbitterten Kriegers das wie dieses kleine Flämmchen harte Schatten in das Leben von Skye geworfen hatte. Doch glich deren Beziehung heutzutage mehr der restlichen Glut die noch nach dem Erlöschen der einstigen Flamme in dieser Pfanne verblieb. Doch war es kein ungeschriebenes Geheimnis, dass selbst ein kleiner Funke, sei er richtig gesetzt und möge er Zunder finden, ein Feuer neu entfachen kann. Skye war bereit diesen Funken zu setzen, tat die trauernde Glut in seinem Herzen doch zu sehr weh.
Den Ruß aus der Pfanne kratzend begann Skye seinen Gedanken Beine zu verleihen. Ein Pergament hatte er nämlich nicht der heißen Flamme geopfert. Dieses eine Pergament soll mit einer Nachricht seines Herzens weite Strecken fliegen und Worte tragen die selbst Skye nicht Manns genug ist auszusprechen.
Skye setzt die Feder an und beginnt zu schreiben.

“Liebe Luana… Wo fange ich nur an. Ich denke wenn man sich diese Frage nur stellt, hat man einiges verbockt. Ich habe keine Ahnung was ich schreiben soll. Wie sagtest du einst? Lass dein Herz schreiben. Was ein Bullshit… na gut…”

Störend klopft es an die Tür. Skye schien darüber gar nicht erfreut zu sein, ließ er doch gerade seinen Gefühlen freien Lauf. Wer wagte es jetzt ihn zu stören? “Skye? I… Ich muss mit dir reden.” Melodys nervöse unsichere Stimmlage verriet Skye bereits alles. Sie wollte über den letzten Abend reden. Über den Abend an dem Skye untreu versucht hatte die kleine Schurkin mithilfe von kleinen Pilzen die er ihr in das Getränk mischen wollte unfreiwillig an seine Bett Außenpfosten zu tackern und… Dinge geschehen zu lassen. Skye schämte sich dafür, war sich aber bestimmt in der Annahme, dass er keine Lust hatte sich in irgendeiner Form zu entschuldigen. Diese innere Wut ließ in das Stück Pergament zerknüllen. “Verschwinde Haarspange. Du störst.” Die Kommunikation durch die geschlossene Tür schien Melody gar nicht zu gefallen. Sie wollte die Sache vom Tisch haben und endlich in Gewissheit schlafen, dass doch alles ein Missverständnis war und er sie doch nicht einfach nur sexuell ausnutzen wollte. Jedenfalls wünschte sie sich das. “Hör mal. Die Sache gestern.” “Verschwinde ich habe dir nichts zu sagen.” “A… Aber…” “Geh schon weg los…” Melody mochte es nicht abgewiesen zu werden. Dieser Schuft sollte sich besser bei ihr entschuldigen. Wieso wollte sie das eigentlich so sehr? Machte es einen Unterschied? Sie bedeutete ihm offenbar nichts. Und dementsprechend dem Fakt das sie sich erst einen Tag kennen, wenn dieser Tag auch ereignisreicher war als der Großteil ihres Lebens, so sollten ihre Gefühle für ihn auch gegen Null gehen. Jedoch war da mehr. Und auch wenn es nur Frust war. Das war ihr egal. Er sollte jetzt da raus kommen. “Skye?...” sie hämmerte erneut an die Tür, was jedoch weiterhin keine konkrete Reaktion mit sich brachte. “*Gähn* … Melody? Was machst du für einen Lärm?” verschlafen schauend torkelte Yuna sich streckend auf die aufgebrachte Melody zu. Ihr Blick war verschlafen aber neugierig. Melody schaute sie mit freundlichen aber immer noch im Gedanken verzweigten Augen an. “Ich wünsche dir einen Guten Morgen Yuna.” Die junge Magierin blinzelte. Ihre bleiche Haut zollte davon das die junge Yuna selten viel Sonne abbekam, was nicht daran lag, dass sie einige Tage in einem Kerker der Zwerge verbracht hatte. Yuna genoss für gewöhnlich die Nacht des Landes Ferune. Auch wenn die schattige Zwielicht Zone ihr ein Krümel Hoffnung war, wollte sie dennoch zurück in ein Land dessen Sonneneinstrahlung ihr wie Heimat vorkam. “Guten Morgen Melody. ich wiederhole mich nur ungern.” Sie deutete auf die Tür die immer noch verschlossen war und hinter der Skye noch immer seine Ruhe wollte. “Er.. will nicht raus kommen… obwohl wir eigentlich reden sollten. Über…” Melody schien zu zögern, waren ihr die pikanten Details der vor abendlichen Thekenrunde doch sichtlich unangenehm. Yuna allerdings schaute sie mit freundlichen Augen an. “Melody willst du über/” “/über was?!” Yuna zögerte und verzog ihre Miene. “Über die Sache gestern… du weißt schon/” “/Woher hast du?!” Yunas unschuldige Augen leuchteten wie kleine funkelnde Sternchen. Sie zollten stets von Aufrichtigkeit und Hilfsbereitschaft. Und so wollte Yuna auch jetzt helfen. “Also… dein Fennek..:” “Vulpec?!” “~unschuldige Fennek Laute~” “Ja genau… also es kann sein das dein kleines Fennek Ding Sushi sehr mag..” “~unschuldige bejahende Narwal Laute~” “Du hast gepetzt? Du Fisch!” “~erschreckte Narwal Laute~” der kleine Mini Narwal auf dem Kopfe der kleinen Katzendame Ayako thronend schien sich ausgiebig mit dem kleinen Fennek von Melody unterhalten zu haben. Und was Sushi aufgeschnappt landet meist auch bei ihrem Frauchen Ayako. Die kleine Katzendame die nur halb auf Melodys Stirnhöhe reichte, aber schlau für 2 Melodys war ergriff schlendernd das Wort. “Guten Morgen Allesamt. Also ich habe recherchiert/” “/Wo recherchiert?!” “Naja eigentlich hat Sushi die ganze Arbeit gemacht und deine Vulpec ausgequetscht.” “~Entschuldigende Narwal Geräusche~” “~annehmende Fennek Laute~” die 2 kleinen Tierchen waren wohl der Gruppe an Einigkeit und Freundschaft voraus. Melody konnte es kaum glauben. Sie wollte nicht, dass irgendjemand davon erfährt. Und schon gar nicht Yuna und Ayako. Sie wollte das unangenehme Geheimnis, das Keines mehr war, hier und jetzt begraben. “Wer weiß noch davon?” “N...Niemand. Ehrlich.” “~bejahende Narwal Laute~” “Und das bleibt auch so. Bitte.” Melodys Augen schienen ehrlich. Yuna und Ayako legten beide jeweils eine Hand auf die Schulter der jungen Schurkin. Sie mochten Melody. Allerdings wirkte die Situation etwas Fremd Scham erregend auf die junge Melody. “Sind wir jetzt eine Selbsthilfegruppe?” “Oh ja.” “Warte was?” Melodys zurückhaltende Art verriet Yuna, dass sie hier nichts machen konnten. Manchmal war es besser Menschen Raum zu geben. Und wenn dies bedeutet das Melody um an Skye ranzukommen eine Tür einschlagen muss, dann wollte sie der Beziehung der Zwei nicht im Weg stehen. Insgeheim fand Yuna sowieso das die beiden einander rund schleifen könnten wie kleine Kiesel in einem Bachbett. Nur hatte keiner der beiden Lust auch nur in die Richtung des anderen zu fließen. Und so zog Yuna Ayako mit Sushi am Kopf in ihr Zimmer und ließ die beiden allein.
Melody atmete einmal tief durch. “~Melody Atmer ~” und klopfte erneut. Diesmal fester. “Skye… komm da raus. Ich weiß es ist unangenehm. *flüsternd>* naja für mich und nicht für dich aber egal *<flüsternd* Skye!” Melodys Worte wurden verschluckt von dem öffnen der Tür. Dieser Klang sollte Melody mit Erfolgsgefühlen belohnen. Jedoch empfand sie nur Trauer als sie die unterlaufenen Augen von Skye sah. Hatte er geweint? Er? Nein das konnte sie sich kaum vorstellen. “Skye alles gut? Du kannst mit mir reden/” “/Halts Maul. Du hast ja gar keine Ahnung.” Mit diesen Worten schubste er die junge Melody beiseite “H...Hey!” und ging die Treppe hinunter in die morgendliche Taverne. Melody war ihm egal. Natürlich hatte sie ihm aus dem Zwergen Verlies geholfen, hat an seiner Seite gestanden im Kampf. jedoch wusste er wieso er da rechtens gefangen war und wenn Melody Taten ähnlich verheerend waren, dann wollte er nichts mit ihr zu tun haben. Andererseits wieso sollte er? Er schuldete ihr nichts. Und sie schuldete ihm nichts. Klar fand er ihren Hintern echt süß und ihr Gesicht war auch nicht so hässlich. Allerdings waren dies Gedanken von denen er sich verabschieden wollte so ,dass die Worte auf dem zerknüllten Pergament in seiner Hand keine Lügen sein sollten. Skye wollte mit seinem Leben als Abschaum der Abends junge Mädchen verführte und sie eine betrunkene Nacht später wieder vergisst abschließen. In diesem Sinne, wenn auch in keinem weiteren, hatte Melody in ihm ein Zeichen gesetzt und ihn daran erinnert, dass er ja nicht immer so war. Es gab eine Zeit da waren Gepflogenheiten wie Ehre und Mitgefühl ihm wichtig. Er wollte diese Zeiten zurück. Doch ließ ihn sein Sturkopf seit jeher keine Hilfe annehmen. Skye warf Melody einen bedauernden Blick zu. Einen Blick den Melody nicht bemerkte, für Skye aber mehr als bedeutend war.
Einen Augenblick später in Gedanken schritt Skye die Treppe in die Taverne hinab weiter. Das morgendliche Treiben war bereits im Gange. 

Ohne einen Sonnenzyklus in dieser Welt war es schwer die Tageszeit einzuschätzen. Dem Treiben entsprechend musste es bereits kurz vor Mittag sein. Skyes smaragdgrüne Augen schweiften durch die belebte Stube. Sie war fast zur Gänze leer. Nur wenige Bergarbeiter die nach einer langen Schicht auf sich anstoßen und einige Menschen die sich unterhielten saßen an den einfachen hölzernen Tischen. Skyes Augen waren wie immer wachsam und so entging ihm weder das die sonst immer offene Tür geschlossen war und dass der sympathische Barkeeper vom letzten Abend ein anderer war. An dem frisch gewischten Tresen sah Skye nur eine schmale Gestalt in einem unüblich für die Gegend anmutenden Umhang mit Kapuze. Diese zog sich bis in das junge weibliche Gesicht und verbarg sowohl Augen als auch sämtliche aufschlussreichen Gesichtszüge. Skye wurde unruhig. In seinem Kopf machte sich Unruhe breit. Er wusste das er gesucht wurde wegen Dingen die in seiner Vergangenheit Spuren hinterlassen hatten. Mit jedem Schritt die Treppe hinunter veränderte sich das Stübchen ein wenig mehr. 6 Stufen trennen Skye von einem gezielten Sprint nach draußen. Es schlossen sich die Fensterläden wie von Geisterhand. Skye wurde unruhiger. 3 Stufen… die letzten Gäste in der Taverne verließen untypisch ihre Plätze. Was ging hier vor? So schnell und mitten im Gespräch würde kein höflicher Gast seinen Platz räumen. Die Atmosphäre schien aufgeladen von Intrigen und falschen Spielen. Die roten Haare unter der schwarzen Kapuze sträubten sich kurz als sie Skye erblickte. 1. Stufe… mit einem Schnipsen der unbekannten Fremden öffneten sich die Taschen der nach draußen taumelnden Gäste und einzelne Münzen, wohl die noch offenen Rechnungen für Getränke und Speisen, rollten über das unschöne Parkett zur mysteriösen Dame. Skye hatte sein Schwert bereits zum Zug für den Fall, dass sie verdächtige Bewegungen machen würde. Die lockigen roten Haare spielten verspielt aber elegant und federleicht in der windstillen Taverne. Es war fast schon magisch dieser Anblick. Vielleicht war es sogar Magie. Eine perfekte Magie. Eine Magie die ihresgleichen sucht in diesen unschönen Landen. Skye setzte eine einen Schritt in die Richtung der Unbekannten. Diese sah auf, so das ihr Gesicht sichtbar wurde unter der finsteren Kapuze. ihr makelloses fast schon unwirklich wirkendes Gesicht schaute ihn ernst an. In ihren roten Augen funkelten winzige uralte Runen in einem Kreis angeordnet um ihre Iris die denen auf Skyes Schwert verblüffend ähnlich waren. Ein Blick in solche Augen, so sagt man, mache schwache Wesen willenlos und konnte starke Gemüter verführen. Skye allerdings wusste bei diesem für ihn hässlichen Anblick, dass ihn seine Vergangenheit eingeholt hatte. In diesem Raum wurde nichts mit Magie bewegt. Magie war diesem durch und durch bösen Wesen ferner als die Sterne einem Blinden der diese nur aus Geschichten kannte. Skye zog sein Schwert ein wenig hervor. Nur in Bruchteil seiner realen Macht zeigend. Nur soweit bis Runen zu sehen waren die seine Identität bewiesen. Die Fremde atmete durch “~durchatmen~” und stellte sich lockerer an den Tresen. Ihre mit einer verbotenen Sprache durchzogenen Augen blitzten Skye willentlich an. Er solle näher kommen. Lange hatte Skye nicht mehr ein solches Gespräch geführt. “Ich grüße dich Skye Fidler. Wie lebt es sich so auf der Flucht vor der Wahrheit?” Skye wusste das jedes Wort ein Versuch dieses Wesens war ihn zu manipulieren. Er kannte diese Rasse zu gut. Sahen sie doch wie Menschen aus, verabscheuten sie diese aber zutiefst. Ihre verschärften Reflexe und an die Grenzen der Physik kratzenden körperlichen Kräfte machten das Gespräch auch nicht einfacher. Ihr fragiler weiblicher Körper verbarg zwar ihr wahres Gesicht, wollte Skye sie aber unter keinen Umständen unterschätzen. Skye gab sich deswegen weder eingeschüchtert noch bewusst mit wem er da redete, obwohl ihm durchaus bewusst war das sein gegenüber all das schon in seinem Auftreten gelesen hatte. “Wer seid ihr meine liebe Deus?” Skyes Worte waren einfach und dennoch intelligenter als ihm zu diesem Zeitpunkt bewusst war. “Oh mein Name ist unwichtig. Reden wir doch lieber über dich./” “/Einen Teufel werde ich tun! Und schon gar nicht werde ich mein Wort erheben auf den Willen eines toten Geschlechts wie das des Euren.” “Oh ich fühle mich geschmeichelt. Du scheinst zu wissen wer ich bin. na dann weißt du auch wozu ich fähig bin./” “/Ich muss nicht wissen wer ihr seid um zu wissen wozu ihr fähig seid.“ Die Rothaarige hatte diese Gegenwehr erwartet, wusste sie doch genau Bescheid über den erkalteten Rüpel. Mit einem verführenden Blinzeln schob sie ihm ein Stück Pergament zu. Es war an den Rändern ausgefranst und an den Ecken angebrannt. In verblasster Tinte war ein Gesicht darauf zu sehen mit einem Kopfgeld Schreiben darunter. Skye verstand weswegen sie hier war. Zumindest glaubte er dies zu wissen. Seine Hand glitt an sein Schwert.

Währenddessen, im Wohnbereich der Taverne genauer in Yunas Zimmer, streichelte Melody ihren kleinen Fennek *~Fennek Laute~* und rumorte. „~Ratloses Schnauben~“ Ihre Augen starrten in den kleinen Spiegel auf dem Nachttischchen von Yunas vorübergehender Nächtigung. Sie saß auf einem kleinen Schemel der eigentlich zu klein für sie war und betrachtete sich ausführlich im Spiegel während ihr kleiner Freund sich an sie kuschelte. *~Fennek Laute~*.

Ayako und Yuna saßen derweil im Bett und beobachteten Melody bei ihrem Treiben am Spiegel. Die beiden unterhielten sich wie immer wild. „Ayako was macht sie da? Sie sitzt seit 15 Minuten vor diesem Spiegel und starrt sich selbst an.“ „Ich glaube sie sucht etwas.“ „Also an ihrem Gesicht ist alles dran.“ „Nein nein. Ich denke sie sucht ihr Selbstwertgefühl. Ich glaube jemand muss mal wieder nett zu ihr sein.“ Mit diesen Worten stand Ayako vom Bett auf und schlenderte zu Melody an den Nachttisch. Diese schien sie gar nicht richtig wahr zu nehmen. Ihre Augen hielten immer noch an ihrem Spiegelbild fest. Ayako umarmt sie von hinten. „Huch“ „Alles gut. Entspann dich. Schau einfach weiter in den Spiegel.“ Melody schmollte weiter „Das mache ich doch schon die ganze Zeit.“ Ayako ging nicht auf das genervte Schmollen von Melody ein. Sie wollte ihre neue Freundin aufheitern und so sprach sie weiter. „Schau in deine Augen Melody. Sie sind lila. Lila wie... lila Farbe. Das sieht toll aus.“ Yuna die derweil in ihrem großen Buch blätterte und noch am Bett saß dachte unwillkürlich über sich selbst nach. Sie sah mit ihren schwarzen Kulleraugen die aussahen wie 2 funkelnde Sterne in Sushis Knopfaugen. *~fröhliche Narwal Laute~*.

Ayako redete weiter freundlich auf Melody ein. „Und deine wunderschönen schwarzen Haare. Die sind echt... lang... und sehen toll aus.“ „Hm...“ Melody schmollte immer noch. Yuna nahm derweil Sushi in die Hand und hielt sie sich wie ein Maßstab an die Haare. „Zweieinhalb Narwale.“ *~lustige Narwal Laute~* Daraufhin ging sie zu Melody und hielt den Mini Narwal auch an ihre Haare. „4 Narwale lang weow.“

Da Melody noch immer nicht zufrieden war sah sich Ayako in der Pflicht mehr in die Hand zu nehmen um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. „Ähm was machst du da?!“

 

„~Ausatmen~ Das wird nicht nötig sein. Nicht mehr.“ Ihre mit implantierten Runen gespickten Augen wirkten bedauernd. „Was genau willst du mir damit sagen?“ Die junge Dame mit den roten Augen schmunzelte als würde sie ihn mustern. Skye hielt immer noch sein Schwert drohend im Anschlag, nur um sicher zu gehen falls die kleine Tödliche ausfällig wurde. Skye wusste genau um die Schnelligkeit dieser Rasse. Wenn sie dies wollte hätte sie ihn bereits in Scheibchen schneiden können ohne das er sich hätte wehren konnte. War Gegenwehr also unsinnig? Skye bejahte dies nicht, steckte aber dennoch sein Schwert weg und setzte sich an den Tresen. „Gib mir was zu trinken. Komm schon.“ Die Rothaarige war durchaus kooperativ, war sie doch von Skyes zunehmender Gelassenheit erstaunt. Sie stellte ihm ein Glas mit Traubensaft hin. „Soll das ein Witz sein?“. „Du hast lange genug dem Alkohol deine Zeit gewidmet. Zeit sich der Vergangenheit zu stellen.“ „Ach ich werde euch Deus Spinner nie verstehen. Aber du hast Glück meine Liebe. Ich gebe dir Zeit bis ich ausgetrunken habe um dich zu erklären. Und ich bin verdammt durstig.“ Skye erhob das Glas und nickte der Finsteren die mit einer Strähne zuckte fordernd zu. Er meinte es ernst mit der begrenzten Zeit, auch wenn er sich sicher war, dass sie ihn auch dann nicht ohne weiteres gehen lassen würde. Sei's drum. Der Gesichtsausdruck der Fremden verriet ihm das sein Poker Face perfekt war. Sie begann jedenfalls zu reden. „Ich komme von Prinzessin Luana...“

 

“Was soll das?!” Melodys panischer Aufschrei eine Etage über Skye und seiner neuen unliebsamen Bekanntschaft ließ Yuna aufsehen. Ihre schwarz schimmernden Augen glichen den belustigten Narwal Knopfaugen und den erschrockenen Fennek Augen. *panische ah uh ah Melody Laute* Ayakos pfiffige Pfoten an Melodys Brüsten unterstrichen die folgenden Worte. “Schau Melody du bist toll. Deine Brüste sind so schön.” Sie schaute auf ihre Eigenen. “Klar sie sind nicht so wohlgeformt aber/” “/Ayako!” Yunas Bestürzung über die Direktheit von Ayako war unverkennbar. Ayako flüsterte ihr schnell und versprechend zu. “Spiel mit das hilft glaub mir.” Yunas geweitete Augen sprachen eine andere Sprache als ihre Worte selbst. “Ok… *ausatmen*” Ayako fuhr sich wohl fühlend mit dem baunzenden Gefühl in ihren Pfoten fort. “Es sind wahrlich keine Boing Bam aber…” *weiter panisch berührte Melody Laute* Ayako dachte angestrengt nach, nach einem Wort das Melodys Brüste perfekt beschrieb. Die komplexen Formeln in ihrem Kopf drehten sich und verknoteten sich mehrmals bis zu der Sekunde in der sie eine Antwort auf diese Frage fand. “Es sind Wub Wub Pling Pandampoff!” “WAS?!” *panische Melody… ach du weißt was, mach einfach ne Minute komische Laute x3* “Yuna sag es ihr!” Yunas Gesicht war eine unglückliche Mischung aus Lachen und Scham gepaart mit ein wenig Ratlosigkeit und dem Gefühl das sie hier falsch war. Dennoch pflichtete sie Ayako bei. “Ähm ja… Dub Dub Pling Padam was? Wieso zwingst du mich sowas zu sagen?!” Ayako schmunzelte. *Ayako schmunzeln/lachen/kichern* Melodys Blick war gerade so eine panische Gesichtsgrätsche. Einerseits ließ ihr doch sehr stumpfer Humor doch ein winziges Gefühl zu, lachen zu wollen. Andererseits war die Tatsache der Katzenpfötchen auf ihren Brüsten etwas was sie mit Gefühlen feilschen ließ die sich wie eine Mischung aus Scham aber auch Mut anfühlen. Egal wie stark und falsch es in ihrer Oberweite kribbelte, ihr kranker Kopf sah dies als Bestätigung. Wenn sie doch nur endlich ihre Hände da weg nehmen würde. Überrascht motiviert sprang Melody auf und schaute Ayako und Yuna an. In ihren Augen war keine Scheu oder Zweifel mehr. Es war Dankbarkeit voll und ganz. Melody hatte wieder Mut gefasst. Sie würde jetzt nach unten gehen und Skye ihre ehrliche Meinung sagen. Und wenn seine Rauheit nicht stärker war als ihre neu geschliffene Selbstbewusstheit, dann würde sie ihre Entschuldigung bekommen. Dies war schließlich alles was Melody wollte. Oder war da mehr? Jedenfalls nichts mehr was Melody in diesem Moment offen zugeben würde. Sie lächelte die beiden an. “Ich danke euch beiden.” Ohne auf eine Antwort zu warten schritt die neu motivierte Melody fröhlichen Schritten aus dem Zimmer und trillerte dabei. “Sie sind Wub Wub Pling Pandampoff! Wub Wub Pling Pandampoff…” Yunas traute ihren Ohren nicht. “Was haben wir getan Ayako?” “Flauschen hilft doch immer.” “Das? Das war kein Flauschen!” *Ayako Kichern* Yunas Bestürztheit sowie Ayakos Kichern blieben im Raum zurück.

 

Melodys neu entfachte Motiviertheit war bester Zunder für ihr Gemüt. Sie war sich sicher. Sie musste nur die richtigen Worte finden die weit genug in den wirren Kopf dieses Idioten eindrangen, um ihn verstehen zu können. Und Melody wollte ihn verstehen. Sie wusste nicht wieso? Aber ein Gefühl in ihrem Inneren das schlummernd flüsterte sagte ihr, sie solle nicht aufgeben bevor sie eine Menschen richtig kennen gelernt hatte. Klar wusste die junge Dame das Skye dies nicht wollte und dass es allzu genug Gründe gab ihn einfach vergessen zu wollen nach all dem was dieser Schuft getan hatte. Er war gemein und abweisend, hatte seine Verbittertheit an ihr ausgelassen. Aber mit jedem Schritt die Treppe hinunter, Schritte die weniger optimistisch waren als noch die davor aus der Zimmertür schreitend, wurde ihr Gemüt angespannter und nervöser. Ein Flüstern in ihr versuchte ihr vehement ein zudröhnen, dass jeder weitere Schritt ihr Leben weiter verändern würde. Melody erinnerte sich an ihr Leben vor der Zeit in der es in ihrem Leben bergab ging. Sie war glücklich. Sie hatte zwar nie viele Freunde, dennoch waren einige Liebe Seelen in ihrem Leben noch an ihrer Seite, bevor… Melody brach mit ihren Gedanken. Diese Zeiten waren vorbei. Sie war nun eine andere. Jemand der nur das Gute in den Menschen sah und jedem Wesen das Hilfe brauchte gerne eine Hand hinhielt. Ob dieses Befinden, dieser Glaube, wahr oder nur ein Wunsch dieser Schwarzhaarigen nervösen jungen Melody war, wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ihre leicht federnden zu schleichen versuchenden Schritte auf dem knarzendem Holz dieser Treppe schienen ihr mit der geringer werdenden Zahl der Treppenstufen immer schwerer zu fallen. Melody blinzelte mit ihren violetten Augen in den fast leeren Raum der Taverne und musterte die aufgeladene Atmosphäre in dieser sonst so vollen Schenke. Melody war nie gut darin Menschen zu verstehen oder Emotionen zu lesen. Aber der Anblick, Skye der an den Tresen gelehnt war und mit einer Fremden Rothaarigen in seidenem schwarzen Gewand redete, machte sie unstimmig und ein wenig eifersüchtig. Was fiel ihm ein? Hatte es letzte Nacht bei ihr nicht geklappt, so versuchte er es nun schon bei der nächsten willigen jungen Dame? Melody war schockiert, aufgewühlt, und wütend zugleich. Nur konnte sie wie immer nicht einmal ihre eigenen Gefühle deuten oder gar verstehen. Sie schritt also blind auf die beiden zu, immer noch versuchend zu schleichen. Melody war nie gut darin… Stimmen wurden verständlicher. 

“... sie liegt im sterben… und keine Deus dieser Welt, weder unsere Hofzauberin weiß Rat. Seine Majestät bittet dich um Hilfe… warte dieses Gespräch ist nicht mehr vertraulich…” Die schwarze Kapuze sträubte sich in Melodys Richtung. die nun rot schimmernden schaurigen Runen beäugten Melody die anscheinend echt zu unfähig war sich vor zwei Menschen zu verbergen die abgelenkt waren. Andererseits was das im Schatten wandern in der Gegenwart einer Deus so gut wie vergebens. Deus waren anders. Nur wusste Melody das nicht. Ihr war nur die Situation unangenehm und der Anblick in die manipulierenden Augen war ihr unheimlich und bedrückend.
Melody wusste nicht was sie tun solle. Ihre Knie zitterten. Ihrem Blick war es unmöglich sich von diesen bösartig hungrig wirkenden Augen zu lösen und sich dem Einfluss dieser Fremden zu widersetzen. Melodys Haarspange verrutschte leicht. Fiel aber nicht ab.
“Das reicht.” Skye hielt seine Hand, ein Glas mit minderer Flüssigkeit haltend, in den Augenkontakt der beiden. “Sie hat nichts damit zu tun. Ich mag sie auch nicht. Aber lass sie am Leben.” “Wieso sollte ich nicht?” “Ja wieso sollte sie nicht?!” Melodys Augen waren geweitet. Was war dieses Monster. Sie fürchtete sich seit jeher vor dieser Art Macht die von dieser geheimnisvollen Person ausging, war diese macht ihr doch bekannter als jemand in diesem Raum es erahnen könnte. 

“Ich kenne euch Deus und weiß welch ein Geschick ihr im ehrenhaften Kampf an den Tag legt. Und genau so weiß ich welch eine Hinterlist und Kälte ihr anstrebt um eure Ziele zu verfolgen.” Die Rothaarige beäugte Skye einen langen Augenblick lang. Zu lange für Melodys Geschmack. Wo war sie nun wieder hinein gerutscht?
“Ihr steckt voller Überraschungen Skye Fidler.” “Nur Skye.” Melody wagte es nicht ein Wort zwischen die Gesprächsfetzen der beiden zu werfen. Auch wenn die Situation sie mehr als verwirrte und zugleich verärgerte. Letzten Endes traute sie sich dennoch. “Was… Wer bist…/” “Du scheinst mir ein schlaues Mädchen zu sein.  Und du hast ihre… Nun den.” “Was für einen Mist?…” Die viel zu ruhigen bedachten Worte der Fremden verängstigten Melody. Melodys Gedanken wandten sich im Kreis. Sie glichen einer Schlange die ungeschickt versuchte sich selbst in den Schwanz zu beißen, unwissend was dann passiert und unwissend ob sie die erfahren wollte. Melody zögerte zitternd. “Wer bist du?...” Die Augen der Fremden musterten sie weiter. Was sah die Rothaarige Kapuzenträgerin in ihr? Es waren ihre Augen. Melody wusste nicht was die Neue in ihr sah. Es musste etwas unfassbar faszinierendes sein, anhand der Ewigkeit die sie Melody nur anstarrte.
“Ja du könntest geeignet sein. Wie loyal stehst du zu Seiner hier?” Sie deutete auf Skye und Melody wusste wieder einmal keine Worte die in dieser Situation ratsam wären. “Ich… Ich... /“ “/Perfekt. Leg deine Hand auf den Tresen hier.” Ihre ruhige Stimme war so schaurig flüsternd und Unheil verheißend. Melodys Blut gefror bei der Erkenntnis das ein Schritt zurück aus irgendeinem Grund nicht mehr möglich war. Ihr Körper schien diesen Willen nicht erfüllen zu können. Ihr Körper schien nur mehr in eine Richtung zu funktionieren. Wie Wasser das nur dem Lauf eines Flusses folgte und machtlos gegen den Strom war das es mitriss.
“Was soll das werden?!” Skyes Blick schien noch frei. Wusste die Fremde, mit dunklen Künsten Spielende, scheinbar genau wie Skyes Willens Fäden verliefen. Skye war kooperativ. Ganz gleich ob es Einsicht oder die einfache Erkenntnis war, das er sowieso nichts in diesem Raum bewegen konnte. Die Deus hatte diesen Raum bereits unter ihrer Gewalt. Dieses Wissen bewiesen eindeutig die rot glühenden Runen in ihren Augen. Skye wusste, dass es keine Magie war. Magie war rein und selten. So selten und unbekannt wie Drachen oder sonstige fast vergessene Wesen der alten Welt. Nein. Die Macht aus den Augen der Unbekannten Dame fließend wie Lava aus einem Vulkanschlot lies den halben Meter zwischen Skye und ihr schaurig vibrieren. Er wusste das diese Wesen die sich Deus nannten nie ihr wahres gesicht zeigten. Denn besser gesagt taten sie dies nie einfach so ohne Grund. Welche grässliche Persönlichkeit mag also gleich aus dem perfekt hübschen Gesicht der rosa bleichen Dame reißen?
Skyes Befürchtungen blieben aus. Sie blieb ruhig und ihre Augen glühten etwas weniger. Ihr Atem bebte. Musste sie sich beherrschen etwas nicht zu tun was sie eigentlich tun wollen würden? Eine heiße Träne rollte von ihrer Wange. Melody empfand Mitleid. Tränen waren immer ein Zeichen von Trauer wenn sie so einem Gesicht entflossen. Die Träne auf den Tresen fallend verdampfte bei dem Kontakt des kalten Holzes. Melody erschreckend über ihre unwillentlich gegangenen Schritte stand nun direkt neben Skye und der Fremden unheimlich anmutenden Schönheit. Melodys Gemüt sollte Angst ausstrahlen. Allerdings war da etwas anderes? Etwas was schwerer wiegte und ihre Angst überstrahlte. Mitgefühl.
“Wieso weinst du?...” Diese Worte überraschten die Fremde die gerade weiter reden wollte. Dennoch blieb sie ihrer Rolle stark und sprach weiter. “Deine Augen. Aber mach dir keine Gedanken. Es ist Freude.” Melody verstand gar nichts. Angst kehrte zurück. Dennoch überwiegte Melodys Sinn Helfen zu wollen. Am liebsten wollte sie diese Fremde umarmen. Nur wusste sie genau, dass sie so eine Nähe verbieten würde. Melody brachte nur ein nervöses Ausatmen zustande. *herumatmen von Melody. Einfach bisschen viel*
“Leg deine Hand auf die Theke.” Ihre Stimme war durchgehen Ruhe vermittelnd. Selbst Skye konnte keine List in der Stimme hören. “Tu was du tun musst und dann verschwinde.” Skyes Stimme war kalt und willentlich verletzend. Wieso tat er das? Melody war dies unklar. Nur wusste Skye durchaus mehr über sein fremdes Gegenüber. Eine Erkenntnis in der Vergangenheit mit diesen Wesen war stets, dass es keinen Sinn machte sich zu widersetzen. wenn man leben wollte. Und Skye wollte in diesem Moment nichts so wirklich. Also solle sie doch machen. Es war ihm nicht nur egal. Es war ihm gleichgültig. Das nichts in seinem Herzen schien grenzenlos. Vor wenigen Minuten wollte er einen Brief schreiben um einen Grundstein zu legen der sein Dasein in diesem Moment beenden sollte. Nur sollte es dank Melody nicht sein. Das Papierknäuel in seiner Hand fühlte sich bedauernd an. Skye hasste sich in diesem Moment und tat nichts… 

Melody von der Situation völlig überfordert, nicht wissend ob sie Mitgefühl haben oder gar zeigen sollte, wollte diesem Gefühl einfach nur entfliehen. Sie wollte weg. Der negativen Atmosphäre entfliehen. Diese Gefühle ignorierend legte sie eine Hand auf die Theke. Die Fremde schien erleichtert. und strich mit einer Hand über die Hand von Melody. Melody war erstaunt. Sie fühlte sich weich und geschmeidig an. Sie schien ihre Haut gut zu pflegen. Aus irgend einem Grund genoss sie die sanften Berührungen die mehr einem Streicheln glich. Mehr noch als das wonnige Gefühl durch die liebevoll anmutende Berührung erstaunte sie die plötzliche Verbleib ihrer Hand. Ihre Finger fühlten sich kalt an. Ihre Hand schien wie eingeschlafen. Das kribbelnde Gefühl zog sich bis in ihr Handgelenk hoch und ein grüner Bogen wurde sichtbar. Es sah aus wie langsam fließende Blitze die zwischen Skye und Melody zuckten. Ein Funken zwischen den beiden der zumindest ihre Zwei unwillentlich aneinander zu binden vermag. Ein grausiges Gefühl. Ein Gefühl der Beklemmtheit und der Isolation. Wenngleich diese Gefühle berechtigt waren, schmälerte das nicht ihre Wirkung.
“Das wäre nicht nötig gewesen. Ich wäre auch so/” “/Nein. Sei einfach still und dank mir später junger Krieger der sein Herz vor sich selbst verschlossen hält.” Diese Worte flossen kalt über Skyes Rücken. Er wusste das dieses Gespräch vorbei war und er wusste, dass das Band zu Melody nun Künstlich durch den Willen einer Deus am Leben erhalten wurde. Wie eine Leiche die man noch über Wasser drückt obwohl sie schon tot war.
“Du hast doch keine Ahnung. Von Garnichts.” Mit diesen Worten stand Skye auf und reagierte nicht auf das in die Leere starren der Dame mit den dunklen Künsten, weder auf die weiteren Tränen im Gesicht der Rothaarigen dessen Runen nur noch kalt in ihren Augen lagen. “Auf wiedersehen. Ich bete dafür.” Diese Worte ignorierend ging Skye durch die Tür der Taverne. “Auf wiedersehen. Ich heiße Melody Kin../”  Melody wurde ruppig hinter Skye hergezogen. Melody sah auf ihr Handgelenk das wieder kribbelte. Der grüne Funken zwischen ihr und Skye schien Melody nicht zu erlauben sich weit von dem Schuft zu entfernen. Und nicht weit hieß wohl in diesem Fall nicht weiter als 3 Zwerge. Melody sah noch wie die Fremde weiter bedauernd in die Leere starrte und Skye ein Papierknäuel in die Ecke am Eingang der Taverne warf bevor sie stolpernd nach draußen folgte. “Jetzt warte doch mal…” Diese holprigen Worte knisterten im Geiste der Verbliebenen. Hatte sie das richtige getan? Vermutlich war nur die Zeit im Stande dies preis zu geben. Eine Rune in ihrem rechten Auge blitzte kurz schwarz und schaurig auf… danach lächelte sie.
Ihr Gedanken verträumter Blick wurde von weiteren Schritten auf der Treppe unterbrochen. Yuna und Ayako schritten mit  Sushi und Fennek Vulpec die Treppe herab. Ayako erstarrte bei der leeren Taverne und Yuna versuchte sich hinter Ayako zu verstecken, was rein aus physikalischen Gründen eine eher schlechte Idee war.
Die Fremde musterte sie. “Sie sind gerade raus. Wenn ihr lauft holt ihr sie bestimmt noch ein…” “Ok?... In welche Richtung?” “Raus aus der Stadt. Natürlich.” “Natürlich?...” “Natürlich.” Ayako zog Yuna an der Hand weiter und achtete nicht auf das Knurren von Vulpec. *Vulpec Knurren* Yuna rief ihr noch schnell etwas zu. “Danke!” Die wieder allein gedanklich Versinkende flüsterte zu sich selbst. “Junge Leute… immer in Eile *amüsiertes Kichern*”
Ihre mittlerweile wieder einigermaßen natürlichen Augen krochen zum Eingang. Es war auch zeit für sie zu gehen. Wohin wusste sie nicht. Sie wusste nur, dass sich ihr Weg sicherlich wieder mit diesen 4 Wesen kreuzen wird.
Ihr Blick fiel auf die Ecke neben der Tür. Da lag ein zerknülltes Stück Pergament. Ihr entging nicht das Skye dieses in Unmut geworfen hatte. Interessiert aber auch nervös was sie erfahren wird hob das Knäuel auf und geknüllte es. Sie begann zu lesen.
“*verträumt und fasziniert langsam lesend*> Liebe Luana… Habe ich noch die Erlaubnis dich so zu nennen? Muss ich mittlerweile Majestät sagen? 3 Jahre lang habe ich mich vor diesen Worten gedrückt. Aber ich halte den Abstand nicht länger aus. Mit all den Schritten die ich weiter vor dir weglaufe, vor Verantwortung, vor Bestimmung und vor... Familie, laufe ich weiter vor mir selbst weg. Betrinke mich abends um die fehlende Wärme die einmal in seidenen Tüchern neben mir lag zu vergessen. Du bist das Beste was mir in meinem Leben passiert ist. Mir ist bewusst, dass jemanden zu verzeihen der dich am Schönsten Tag deines Lebens verlassen hat unmöglich ist. Aber wenn es dir genauso geht wie mir? Ich zerbreche an mir selbst. Reagiere nur noch kalt auf Freuden die mir Fremde wie Bekannte entgegen tragen. Ich bin gefühllos und kalt zu Individuen die mir helfen. Ich unterscheide im Ton kaum zwischen Freund und Feind. Vielleicht weil ich mich mittlerweile selbst als Feind sehe. Ich hasse das wozu ich geworden bin. Und ich bete zu Licht und Schatten, dass es dir nicht so ergangen ist wie mir.
Jedenfalls hat eine junge Dame, wer weiß wieso, mich daran erinnert. Erinnert das ich nicht so sein muss. Ich habe mich selbst vergessen. Mich selbst zurück gelassen. Ich erwarte nicht, dass du mir verzeihst. Hm… Was will ich eigentlich? Vielleicht will ich einfach jemanden zurück haben… dich…"
Mit diesen Worten endete der Brief plötzlich. Zeilen die viel zu ehrlich waren für den störrischen Skye und viel zu früh endeten. Die junge Rothaarige schien ihren Augen kaum zu trauen als sie den unvollendeten Brief betrachtete. Ihre Augen funkelten einen Glanz an Ehrlichkeit und Bedauern… aber auch Verständnis.
“Du meinst es also ernst…”

 

“Bleibt bei mir!

Ahh…” “Yuna?...” “*Yuna Aufrapel-Laute*”  Der dumpfe Aufprall, eine kleine Staubwolke im typisch weißen Sand dieser kleinen Stadt im Inland Kanterras, ließ Ayako zu ihrer Freundin Yuna zurückblicken. Yuna war wieder einmal hingefallen durch ihre eilig bedauernden schnellen Schritte hinter Skye und Melody her. Die beiden waren ohne sich zu verabschieden gegangen. Yuna war auf eine Weise traurig die man wie einen kalten Schauer bezeichnen könnte. Sie wusste das die Begegnung beliebig war, und dass hinter ihrer Zusammenkunft nur der Zweck der Freiheit lag. Nur waren vor Yunas schwarzen leicht silbern reflektierenden Augen keine Lichtstrahlen zurück in Diese werfenden Gitterstäbe. Sie waren frei. Menschen wie Yuna die ungerecht gerichtet wurden waren nun wieder gerecht an einer Luft die zwar zu warm war, aber nicht stickig war und nicht nach Zwergen roch. Yuna wusste was vor 3 Jahren passierte und ihr Leben von Grund auf veränderte. Nur wusste sie nicht welche Rolle sie dabei spielte. Es war wie als erinnerte sie sich genau an eine Schneekugel und an die Taten die darin geschahen, die Ausgänge die verbucht wurden, und die Opfer die gebracht wurden. Nur war diese Schneekugel milchig und fade. Und wenn Yuna sie schüttelte gab sie nur einen Rauch bestehend aus aschfarbenen Sand wieder. Egal wie sehr sie sich versuchte an den Tag zu erinnern an dem die Sterne brannten, und dieses Ereignis geehrt wurde, gefeiert wurde, bedauert wurde, umso mehr schienen sich ihre Gedanken mit aschfarbenem Rauch zu füllen. Umso mehr dies geschah umso froher war sie um Freuden die ihr verblieben. Wenn es Skye und Melodys Wunsch war einfach zu gehen, dann lies sie dies mit einem trauernden und einem winkendem Auge zu. Aber sie sollten sich verabschieden.
Ayako die zu Yuna zurück geschritten war half ihr neckend auf. “Yuna das ist eine gerade Fläche…” “Tut… tut mir leid” “Nicht so wichtig, wir müssen weiter.” mit diesen für Yuna durchaus wichtigen Worten half ihre ehemalige Zellengenossin Ayako Yuna auf. Yuna mochte sie, hatten sie sich doch über die Zeit im Zwergen Verließ durchaus angefreundet. Yuna war sich nicht sicher ob diese Bekanntschaft Freundschaft oder Zweckbeziehung war. Jedoch wünschte sie sich ersteres. Ayakos lilane Augen schienen fröhlich. Die hübschen Augen im runden Gesicht der kleinen Katzendame funkelten immer positiv, doch nie zu viel verratend. Meist waren die meisten innigen Gefühle der flauschigen jungen Dame hinter einem nachdenklichen Augenzwinkern versteckt. Yuna mochte Ayako sehr. Sie hoffte innig, dass sie sich nicht wie die Zwei, Melody und Skye, schon zuvor viel zu früh von ihr lösen würde.
Yuna und Ayako liefen den sandigen weißen Weg weiter zum Rand der Stadt. Skye und Melody hatten ein ordentliches Tempo vorgelegt. Sie waren zwar ein wenig früher aus der Taverne geflohen als Yuna und Ayako, aber dennoch sollten sie nicht allzu weit gekommen sein wenn man der rothaarigen Unbekannten Glauben schenken wollte. Ayako wusste nicht was sie von dieser halten sollte und dachte im Gedanken für sich während sie neben Yuna herlief. “Alles geht irgendwie schief oder   läuft komplett verrückt. Seit dem diese beiden vollkommen verrückten Zwei auftauchten…. “ *Flashbacks von Melody* “nagut das verstehe ich noch etwas… auch wenn es vollkommen dumm war… “ *Flashbacks von Skye* “Das war vollkommen verrückt. Wo kam diese ganze Kraft her. Diese ganze Magie. Wer war dieser Typ? Und wieso war Melody so in ihn verschossen, oder war sie nur einfach anhänglich? Und wo kam so plötzlich die neue Barkeeperin her? Warte haben wir bezahlt?...” Ayakos Gedanken drehten sich zu oft im Kreis. Ihr Sinn für Logik und Gewissheit gab in diesem Moment den Dienst auf. “Ahh… *ausatmen*” Ayako schloss ihr imaginäres Gedankengut. Denn sie waren da.
Ayako und Yuna standen am Rande der Stadt. An den öffentlichen Stallungen. Yuna funkelte. Sie mochte Pferde. Auch wenn diese hier weit zu groß für ihre Liebsamkeiten waren. Yuna hatte zwar durchaus was übrig für die treuen Reittiere. Dennoch machte sie die Größe oft nervös und verlieh ihrem Bauch ein mulmiges Gefühl. “Was wollen die beiden hier?” “Sicherlich keine Goldfische… da sind sie!” Ayako deutete auf zwei Personen. Die eine Person zog die andere etwas kleinere mit wallenden Haaren hinter einen Schuppen. Die kleinere offenbar weibliche Person hielt sich noch an der Kante zur Hinterseite der Scheune fest, wurde aber wie auf magische Weise hinter der größeren Person hergezogen. “>Hilfe… <*aus der Ferne*” Yuna wollte den beiden bereits hinterher gehen. Jedoch wurde sie von Ayako die ihren Rock festhielt zurück gehalten. Verwirrt schaute sie Ayako an. “Was?” “Du? Weißt du? Vielleicht wollen sie alleine sein?...” “Um was zu tun?!” “Weiß ich nicht…” Yuna ignorierte Ayakos Warnung und folgte gefolgt von den deutlich kürzeren Schritten Ayakos den beiden hinter die Scheune. Yuna wollte Gewissheit.
Der Blick hinter die Scheune zeigte ein großes schwarzes Pferd von hinten.
Skye und Melody saßen beide auf diesem Pferd und unterhielten sich. “Ein wenig tiefer Haarspange.” “Ähm ich wollte das alles gar nicht! Das ist deine Schuld!” “Haarspange jetzt hack dich nicht so. du hast deine Hand dort hin gestreckt. Also sind wir da beide mit drin.” “Nein! Ich konnte dank dem Hokuspokus der anfing als ich dich befreite nichts zurück ziehen.” “Dann beenden wir wohl was wir begonnen haben?”
Ayako und Yuna duckten sich beide synchron hinter einem Heuballen. “Was machen die beiden da?!” “Ich weiß nicht ob ich es wissen mag. Ich sagte doch sie wollen Zeit für sich…” “Ayako!” Yuna horchte wieder. “Haarspange ich will nicht umsonst bezahlt haben. Die Zeit tickt.” Yunas Kopf wurde rot. “Wofür bezahlt er Melody?...” Ayako   kicherte. “Naja weiß ich nicht.” Yunas Kopf wurde noch ein Stückchen mehr rot. “Yuna du siehst aus wie eine Tomate. *Ayako kichern*”. Yuna war dies zu viel. Was für verwerfliche Dinge taten die beiden da? Es war ihr zu viel. Es sollte hier aufhören. Mit einem stolperndem Aufrichten begann sie in die Richtung der beiden zu schreiten untermalt mit ihrem polternden Protest “Was um Licht und Schattens Willen macht ihr hier Verwerfliches?! Melody?... Skye?...” Yuna Schritt um das große Pferd, immer im sicheren Abstand von gefühlt 4m, ließ ihren Kopf abschwellen. Skye schaute Yuna nur nichtssagend an. Er führte Melodys Hände druckvoll an seine Taille. Ziemlich gewöhnlich wenn er Melody nicht verlieren wollte. Alles machte plötzlich so viel mehr Sinn. Yuna stand beschämt da und schaute die beiden nur mit einem Gesichtsausdruck an der dem Goldfisch aus Ayakos reißerischen Humor ähnelte. “Yuna du siehst aus wie ein Fi... “ “Alles gut! ich wollte euch nicht stören. Ihr scheint glücklich hier zu sein.” “Glücklich?” “Ja du hast sie nicht entführt oder zu etwas gezwungen. Alles freiwillig ja.” “Freiwillig?” “ich wollte mich nur verabschieden…” sie zog beschämt Ayako zu sich. “Mach schon wir stören hier doch nur.” Die nervösen, teilweise hysterischen Worte von Yuna klangen irgendwie süß  in Melodys Ohren. Nur war ihr diese Tatsache nur unterbewusst klar. In ihren jetzigen Gedanken strömten ganz andere Emotionen. Sie wollte nicht bei diesem Schuft bleiben. Obwohl irgendetwas, die magische Kette einmal ausgenommen, sie bei ihm hielt war ihr die gesamte Situation mehr als Unangenehm. Melody vertraute nicht gerne Menschen so nah an ihrer Seite. Und schon gar nicht duldete sie so innigen Körperkontakt wie zu Skye in diesem Moment. Yuna und Ayako kamen ihr mehr als gelegen. “Was? Nein” “Also wir wünschen euch eine schöne Reise.” “Eine was? Warte!” “Habt eine schöne Zeit zu Zweit” “Zu zweit? Nein was?!” “Also dann. Auf Wiedersehen Melody und Skye.” “Nein! lasst mich nicht allein.” Mit diesen Worten krachte Melody vom Pferd. “Ich sagte doch festhalten. Das kommt davon.” Skye hätte ihren Fall sicherlich verhindern können wenn er es gewollt hätte. Nur war es ihm egal. Er würde die kleine Haarspangen Trägerin mit den schwarzen Haaren, wenn es nötig war, auch hinter seinem Pferd her ziehen. Obwohl es seinen Gedanken nach wesentlich schmerzloser wäre einfach ihren Arm abzutrennen. Skye’s Herz war ein Flammenmeer an Gefühlen, welche wohl verborgen in ihm brannten. Er wusste, dass das Wegrennen vor der Wahrheit keinen Sinn mehr mit sich brachte. Er war weit genug weg gerannt. Er wollte nach Hause. Zurück in ein Leben welches ihm nicht jeden Tag zeigte wie gemein die Welt doch sein konnte. Skye schmunzelte bei diesen Gedanken, wusste er doch sehr genau, dass er einer dieser Menschen war die diese Welt zu eben jenem Ort machten. Doch vielleicht konnte sich dies ändern. Nur sagte ihm etwas, dass die zeit knapp wurde. Als ob man die Herbstbrise schmecken konnte die hereinbrach und die Kälte in der Luft baldiges Leid prophezeite. Skye hatte Angst vor diesem Gefühl.
Melody kroch zu Yuna und Ayako. “Lasst mich nicht alleine mit diesem…!” Melodys Stimme waberte. “... lasst mich nicht allein.” Yuna’s Augen funkelnden neugierig. Sie mochte Melody sowieso. Sie hatte also definitiv nichts gegen eine gemeinsame kleine Reise. “Ayako… bitte komm auch mit. Ihr könnt mich nicht im Stich lassen!”. Melody’s leichte über dramatisierende Art schien Yuna genau so zu rühren wie Ayako zu verwundern. Sie war durchaus eine starke gewitzte Dame.  “Hm… Wieso braucht sie uns wohl? Und wieso bleibt sie trotz allem bei Skye?” Ayakos Gedanken verwebten sich zu Worten. “Wieso sollten wir? Geh doch einfach weg von ihm wenn du ihn nicht magst.” “Das… wäre mir auch lieber, gewiss.” Skyes zögern in der Stimme verriet der schlauen Ayako mehr als der etwas aufgebrachten Melody die nur ihren Arm hob und etwas weg von Skye ging. Eine grüne hell leuchtende Kette zwischen ihrer beider Handgelenke wurde sichtbar. Ein Band welches nur sichtbar wurde wenn Skye und die widerwillige Melody sich zu weit, in diesem Fall 2 Zwerge, von einander entfernten. “Oh mein Gott. Es wird kürzer.” “Es ist Deus Magie. Die Rune auf deinem Handgelenk zieht die Kette kürzer wenn du deinen Gefühlen zu sehr Raum gibst.” “Und woher weißt du das?” “*Ausatmen von Skye*” Skye zog ein wenig sein Schwert um ein weiteres Mal einige wonnig leuchtende Runen seines großen Schwertes vorzuweisen, welche bewiesen das er wenigstens etwas wenig von Runen verstand. “Das sollte genügen. Jetzt steig auf oder ich ziehe dich hinter diesem Pferd her. Ich lass mich nicht von dir aufhalten. Und ihr beide entscheidet selbst ob euer Mitgefühl ausreicht um diese Haarspange zu begleiten. Hier!” Skye warf Yuna und Ayako, Zweitere fing es, ein Säckchen mit Münzen zu.  Yuna war verdutzt. Wollte selbst er sie dabei haben? Yuna war irgendwie glücklich, auch wenn sie dieses Gefühl nur fade verstand. Es fühlte sich nur warm in ihrem Herzen an. “D...Danke.” “Jetzt kommt beeilt euch.” Skye zog Melody, die nun etwas erleichterter war, wieder zu sich hoch. Wenn diese Geste Melody beruhigte und somit Probleme behebte, dann war es ihm das Opfer wert die zwei Mädchen auch noch mit hinter sich her zu ziehen. “Du? Das du ihnen Geld gegeben hast… danke.” Melodys Worte waren dermaßen weich und versöhnlich, Skye hätte sich fast die Wahrheit verkniffen. “Oh es war nicht mein Geld. Es war dein Geld Haarspange.” “Was?!” Melody kramte in ihrem Jäckchen rum, fand aber nur noch einige lose Münzen. “Du… Du Dieb!”

 

Vor 3 Jahren

Der Ritt ging gegen Südosten. Skye ritt den beiden, Yuna und Ayako die sich für 2 Pony’s entschieden hatten, voraus. Melody fühlt sich wesentlich sicherer nun da sie Yuna und Ayako mit sich wusste. Sie fühlte sich müde, hatte sie doch lange nicht geschlafen. Die letzte Nacht bestand für die verworrene Schurkin daraus über Skye und ihr weiteres Vorgehen nachzudenken. Nur geschahen so viele unvorhersehbare Dinge, angefangen mit der rothaarigen Deus an Skyes Seite, so dass ihr wohlüberlegter Plan mehr als durchnässt im letzten Städtchen zurück bleib. Melody musste sich wohl überraschen lassen. Auch wenn ihr diese Tatsache gar nicht gefiel, musste sie diese wohl eingestehen.
Ayako und Yuna schlossen angestrengt aber willig zu den beiden auf dem schwarzen Pferd auf. Ihre kleinen gescheckten Ponys hatten wenig Probleme mit Skyes strammen Ritt mitzuhalten auch wenn es deutlich war, dass sie nicht so kräftig waren. Ayako ritt neben Skye her. Yuna ritt auf der anderen Seite. Der sanfte Galopp über die warmen mintgrünen Wiesen von Kanterra waren Balsam für Yunas Gemüt. Und der kühle Wind der Geschwindigkeit in Ayakos Gesicht fühlte sich wie Hoffnung an. Niemand hier wusste genau wo es hin ging, bis auf Skye. Ayako brach letzten Endes das Schweigen. “Skye?” “Was ist denn Kätzchen?” “Wohin folgen wir dir? Und wieso gerade dort hin?” Skye war aufgeschlossener als noch Tage zuvor. Selbst diesem einfältigen kalten verschlossenen Schuft leuchtete die Tatsache das er sie vermutlich in weitere noch viel größere Gefahren führte ein, und so war es ihm klar. Er musste reden. Alles andere wäre unfair. Gar verräterisch. Und so begann Skye zu erzählen. “Es begann vor 3 Jahren… auf der Feruner Hochebene der Zwielicht Zone kam es zu einer erbitterten Schlacht um eben Diese, heute bekannt als Zwielicht Falle.  Doch fangen wir dort an wo das Ende seinen Anfang nahm.” Skyes Worte verflossen in diesem Moment in Erzählungen die Yuna träumen ließen, Ayako faszinierten und Melody erschaudern ließen. Skye setzte an.

“Eine unwirkliche Stille zierte eine einsame Lichtung. Zwei Gruppen, unterschiedlicher könnten sie nicht sein, schritten alles erwartend einem Treffen nur alle Jahre wiederkehrend entgegen. Nur an diesem Ort, wo Licht und Schatten sich den Himmel teilten, die Zwielicht Zone zwischen Ferune dem Schattenreich und Kanterra dem Lichtreich dieser Welt, konnten auch solch verfeindete Gruppen wie diese friedlich zusammen finden. Reihen schuppiger Wesen, Echsen ähnelnd, strebten mit erhobenen Speeren der Mitte der Lichtung entgegen. Schreit Wägen erbaut aus sandgestrahltem Holz, vermutlich aus den Tropen stammend die diese Wesen ihre Heimat nannten, bahnten sich ihren Weg auf die Lichtung. Ein groß gebauter Krieger, seine vielen schuppenlosen vernarbten Stellen zollten von einer langen Reihe von bestrittenen Kämpfen, zerrte ein großes Schwert, grün leuchtend durch eben derselbe Magie die auch mein Schwert zuvor schon durchzogen hatte,, 

hinter sich her. Er ließ seinen Blick angriffslustig über die noch leere Lichtung schweifen. Noch sich in Schatten verborgen schlichen Wesen, Fledermäusen ähnlicher als Menschen, näher an das Zentrum dieses Geschehens. Schwarze Federn wie die von einem Raben, nur viel größer, glitten durch die Luft als ein Koloss der soeben beschriebenen Getiere nah der zentralen Lichtung landete und mit seinen gewaltigen Schwingen einen Großteil der noch vor kurzen im Schatten liegenden Lichtung frei fegte. Mehrere Wesen der Nacht, sichtlich an die Umstände der ewigen Dunkelheit angepasst, schritten nun näher an den rießigen schwarzen Vogel von dessen Rücken sich die vermutliche Anführerin dieses Volkes, gekleidet in seidenem magisch glänzendem Stoff, gleiten Lied. Ihre Augen strahlten in einem heißen rot. Geweitete Katzenaugen bemühten sich jedes Detail genauestens aufzufangen. Aus einem Busch etwa 50m entfernt lugte ein kleines Mädchen auf das ungewöhnliche Ereignis. Etwas verdutzt schien es sich der Wichtigkeit dieses Ereignisses nicht bewusst zu sein. Ihr exotischer Begleiter aus dem Süden, ein mittelgroßer weißer Hexapus, rückte ihren Kopf in die Richtung des Zusammentreffens der beiden Kontrahenten.

"Prinzessin Luana? Lord Krain schickt dich? Ich wusste ja, dass dieser Tausendsassa von einem König nicht Manns genug ist sich der Wahrheit zu stellen! Aber er vertröstet mich auch noch mit seinem kleinen Mädchen?" "Du nennst mich klein?!" Nicht ernst genommen aber dennoch kühl bleibend hielt sie seinem Blick stand. Mit einem Schnippen schien der muskulöse aber sichtlich in die Jahre gekommene Koloss einem seiner Untergebenen, einem Echsenmenschen mit roter Feder am Helm, ein Zeichen zu geben. Echsenmenschen aller Arten tauchten am Rande der Lichtung auf. Die kleine Gefolgschaft um die starr den Blick haltende Prinzessin schien die Vereinbarung zum Waffenstillstand etwas zu Vertrauen schenkend gesehen zu haben. "Ein Angriff von hinten? Hast du gar keine Ehre" gab die bestürzte Prinzessin ihre Enttäuschung laut. Aus sicherer Entfernung beobachteten immer noch ein viel zu junges Mädchen und ihr Hexapus das Geschehen. Blaue Ringe zeichneten sich mittlerweile leicht auf der Haut des Kopffüßers ab.

"Ich fordere die Kraft die meinem Volk nicht gewährt wurde! Durch eure Lande fließt

Magie! Wohingegen mein Volk in der wahren Dunkelheit haust. Licht aller Sonnen nutzt einem nichts wenn das Licht der Herzen des Volkes erlischt! Somit erklärt das Land Kanterra euch den Krieg! Ferune wird fallen!" "Du hast keine Ahnung was du tust." mit entsetzten Blick starrte die geschockte Thronfolgerin ihrem zum Sprung ansetzenden Widersacher ein letztes mal mit dem Rest Ehrfurcht die sie noch für das Land Kanterra übrig hatte in die Augen. Lautes Kampfgeschrei ließ sogar den Busch in denen die 2 ungeladenen Gäste sich immer noch versteckten erbeben. Der weiße Hexapus dessen Ringe nun blau pulsierten versuchte das Kind weiter vom Geschehen weg zu ziehen. Dieses ließ sich nach wenigen Augenblicken überreden das Weite zu suchen. Beide verschwanden in die Dunkelheit des Landes Ferune.”
“Und woher weißt ‘du’ das alles?” Melody’s erwarteter Einwurf schien Skye weder zu missfallen noch zu verwundern. So reagierten alle denen er von seiner Vergangenheit erzählte. Nur waren seine Erzählungen stets mit Alkohol untermalt gewesen und weniger ehrlich als in diesem Moment. “Dieses Kind mit dem Hexapus am Kopf… sie heißt Mara und… ist meine kleine Schwester. Zusammen nennen sie sich Silence.” Ayako erschauderte. Sie kannte, durch ihr durchaus passables Wissen über Flora und Fauna dieser Welt, diese Wesen die man Hexapusse nannte. “Was ist denn ein Hexapus? Nie gehört” “Sie gleichen normalen Oktopoden, bis auf äußere Merkmale wie die 6 Arme, statt den gewöhnlichen 8 Armen. Sie sind sehr selten und kommen auf natürlichem Wege kaum mehr vor. Viele Schriften bezeichnen sie sogar als ausgestorben. Sie sind nicht wie ihre Artverwandten an das Wasser gebunden, Viel mehr binden sie sich an einen , meist 30-40 kg schweren, Wirt, beißen sich an der Kopfhaut fest, verbinden sich mit dem Schnabel über das Gehirn und mit den Tentakeln über die/” “/Das reicht! ich hab genug gehört. Verstehe ich das jetzt alles richtig? Das Letzte was du von deiner Möchtegern Geliebten gehört hast waren Erzählungen deiner kleinen Schwester die in diesem Moment voll auf Hexapus war? Und nun reisen wir dahin weil du aus irgendeinem Grund 3 Jahre lang zu feige warst?” Skyes Worte waren ungewöhnlich ruhig. “Ganz genau. Du verfügst ja doch über ein Hirn.” “Also reisen wir jetzt ohne zu wissen was uns erwartet zu einer Prinzessin von der dieser Schuft behauptet er hatte mal etwas mit ihr? Ach ja eine miss geborene, wie hieß das?, Deus hat uns dazu gezwungen? Und wir sollen jetzt einen Ozean überqueren und in die Schwierigkeiten eines Landes eingreifen? Nur weil sie einmal deine, das behauptest du, Geliebte war? Können bitte endlich bei noch jemandem die Alarmglocken läuten? Wie kann das nur gut gehen?” “Manchmal muss man einfach an etwas glauben Melody…”

 

Kettengeschichten
Ein halber Tagesritt der in den Augen der schlafenden Melody wie Sekunden vergingen kamen Yuna wie Tage vor. Sekundenbruchteile im Schlummern der einen gespiegelt zu dem holprigen schlaflosen Ritt über Kanterra's Hügel der anderen. Yuna war erschöpft. Ihr Hals brannte bei dem kühler werdendem Wind der ihr die Nackenhaare sträuben ließ. Die kühler werdenden Winde kamen nicht von diesen äquatorialen Landen. Sie krochen über das riesige Meer, das den Großteil der Zwielicht Zone ausmachte, und sich wie eine Narbe zwischen Kanterra und Ferune legte. Zwei Länder so unterschiedlich in ihrer Flora und Fauna, in ihren Kulturen und Glauben, Gepflogenheiten und Völkern, so das man sie gar als 2 Welten bezeichnen konnte. Yuna liebte die kühlen schattigen Lande der Küstenregionen von Ferune, die saftigen Gräser und die Tiere. Und selbst der Schatten war ihr lieblich zugetan. Und nun standen sie auf einem Hügel. Skye hatte unüblich in seinem Tun angehalten und sah mit seinen smaragdgrünen Augen den blassgrünen Hügel hinab. Yuna sah in seinen Augen etwas Neues. Natürlich waren ihm die typisch für ihn gewordenen Gefühle wie Kälte in seinem verschlossenen Blick sowie die Rauheit in seinem Tun nicht ferner geworden. Dennoch war da noch etwas. Etwas was Yuna eine leichte Gänsehaut verlieh, zusätzlich zu derer verursacht durch den kalten Wind. Doch mit eben diesem Wind wehte ein Gefühl mit dass in eben diesem Augenblick so stark in Skyes Augen spiegelte. Yuna sah Hoffnung in den Augen dieses einfältigen Kriegers. Yuna hatte so ein gefühl herbeigesehnt. Doch nun war es da. Und das nur weil der Blick Skyes den Hügel hinunter, dem Yuna folgte, den Blick auf ein kleines Städtchen warf in dem ein Zirkus war. Doch dies konnte es nicht sein. Yuna sah daran vorbei. Hinter dem kleinen Städtchen sah sie türkises Wasser. Nicht ein kleines Bächlein oder ein See. Es war eine riesige Wasserfläche so weit das Auge reichte. “Das Meer … es ist so schön.” Ayako neben ihr tat es ihr gleich und blickte wie Skye schon zuvor den Hügel hinab auf die unendlich wirkende Wasserfläche. “Das Anturgis Meer. Die schnellste Verbindung zwischen Kanterra und Ferune. Und eine der letzten noch sicheren Wege über das Wasser.” “Es ist wunderschön…” “Es riecht gut…” “nach was denn?” “Heimat…” Yuna schnupperte etwas ungeschickt, roch aber nur die vertrockneten Gräser dieses Hügels und nießte “*Yuna niest*” “Gesundheit Yuna…” “Ah Danke.” “Gesundheit Yuna”. Der Zweite Gruß kam nicht von Ayako und er war weder erfreut noch energisch wie die kleine Katzendame zuvor. Es war Melody, die wohl durch Yunas unbeabsichtigten Lärm geweckt wurde. “Danke… nur… Schlaf weiter, ich wollte dich nicht wecken.” “Ähm.” “Was ist denn?” “Mmmh…” “Melody alles gut?” “Mmmh… nein.” Melody saß ganz verkrampft auf dem Pferd hinter Skye und hielt sich etwas im Schritt. Es schien ihr etwas sehr unangenehm zu sein. Sie verzog das Gesicht. “ich muss mal…” “Oh... “ “*Yuna und Ayako schmunzeln und leicht lachen*”. Melody schaute nur unangenehm berührt zu den beiden auf ihren jeweiligen Ponys. “Bitte hört auf…”
Skye starrte währenddessen weiter auf das Wasser. Yunas Empathie sah noch etwas anderes in seinen Augen. Etwas was sie nicht erwartet hatte. Etwas beunruhigendes. Angst. Ein Gefühl das ihr sagte, dass sie bei weitem nicht die ganze Geschichte gehört hatten. Yuna wurde nervös. Doch zuerst gab es ein wichtigeres Problem. Melody war in diesem Augenblick wichtiger.
“Skye?.. wir müssen weiter.” Yunas Ansprache riss Skye aus seinen Gedanken. Er schaute Yuna geistesabwesend an. “Ja wir müssen Melodys kleine Blase entleeren bevor sie das Pferd und dich vollmacht.” “Mmmh…” Skye verstand und schien ruhiger als man ihn sonst kannte. Beruhigte ihn das Wissen um die baldige Heimkehr etwa? oder machte es ihn zu nachdenklich um sich über Melody zu ärgern? Skye deutete Melody vom Pferd. Tatsächlich stand auf dem Hügel ein einziger Baum. Melody war entsetzt. “ich werde mich nicht vor einem Perversling wie dir entkleiden! Auf keinen Fall!” Skye schaute Melody genervt an. Sein Blick sprach tausend Worte. “Nein! Du suchst mir jetzt eine schöne sichere geschlossene Toilette!” Skyes Blick blieb auf der exaltierten Melody. “Wenn es sein muss Mimose.” “Ja muss es! und beeil dich!” Skye atmete nur etwas genervt aus. Der Blick auf die mögliche Heimat bewirkte etwas in Skye, dass ihn ruhig bleiben ließ. Dies verwunderte Ayako so wie Yuna, jedoch fand gerade Letztere dies nicht negativ sondern viel mehr faszinierend. “Wir kennen dich nicht so wie du wirklich bist… oder?...” Yunas hoffnungsvolle Gedanken wurden sogleich zerbrochen von Skyes nächster tat. Er hielt Melody einen Lederbeutel hin. Dieser war wohl gefüllt mit Wasser gewesen. Jedoch waren selbst die letzten Reserven die noch an den Ponys und letzten Endes an dem Pferd hin aufgebraucht. Skyes Blick wurde nur durch die ausgesprochenen Gedanken seiner selbst untermalt. “Bevor du mich oder das arme Tier vollpisst, mach deine scheiß Hose runter und mach da rein. Ist mir egal wie beschämend es für dich ist. Solltest du auch nur eine Sekunde vor dem Örtchen Faxen machen, so sag ich dir, werfe ich dich eigenhändig von diesem Pferd. Verstanden?” Melodys Augen rollten. Sie kniff ihre Beine zusammen und versuchte ihre Beckenmuskeln an zu spannen. “Ja…”

Der Ritt den Hügel hinab verging ohne wesentliche Zwischenfälle von Melodys Seite aus. Sie schien Skyes Drohung ernst genommen zu haben. In jeder Situation hätte sie ihm widersprochen, ihn vielleicht sogar angefeindet, doch mit einer derart vollen Blase war es ihr kein Schweres einfach den Mund zu halten und die Zeit des Aushaltens vergehen zu lassen. Sie blieb also still und vergaß ihren Groll. Es dauerte ewig lange für die junge Schurkin. Besonders Schlimm war für sie der Einritt in das kleine Küstenstädtchen. Der gepflasterte Weg reizte ihr unangenehmes Empfinden noch mehr und die Zeit verging noch eine Spur langsamer.
“Wir sind da” Yunas Worte schienen kaum bei Melody anzukommen. Sie schaute nur vorsichtig vom Pferd. Die Unannehmlichkeiten vergessend sah sie wie Yuna und Ayako neben einem kleinen hölzernen Häuschen standen. Als Melody sich umsah, sie hatte während dem schnellen Ritt in die Stadt konzentriert die Augen geschlossen gehalten, sah sie den kleinen Zirkus um sich herum. Sie waren wohl mitten drin. Bunte Girlanden säumten die kleinen lieblichen hölzernen Häuschen die das große Zirkuszelt umgaben. In der Ferne sah sie Gaukler und Spieler, Taschen Magier und andere Straßenkünstler. Dies war wohl ein Ort der Belustigung und der Bespaßung ausgelegt auf die Reisenden die aus Ferune ankamen, eine lange anstrengende reise hatten und sich etwas ausruhen oder gar verausgaben wollten. Melody mochte die Gesellschaft von so vielen fremden Menschen nicht. Es wäre ihr deutlich angenehmer wenn nicht auch noch zu ihrer Scheue ihre sekündlich mehr schmerzende Blase hinzukommen würde. Melody wollte vorsichtig vom Pferd steigen und dabei ihr Beine möglichst in Ruheposition halten. “ Warum schaut ihr mir alle dabei zu? Was ist so lustig daran? Geht doch weg…” Melodys sensible Gedanken wurden in dem Moment lauter als sie versuchte vom Pferd zu setzen. Das erste was sie spürte war ein Ziehen und Zerren an ihrem Handgelenk. Melody sah es zu spät ein. Dann ein dumpfer Aufprall auf ihr. Melody’s Körper fühlte sich schwer an. Etwas war schwer auf ihr gelandet. Als sie ihre violetten etwas glasigen Augen öffnete sah sie in Skyes grüne Augen die etwa einen halben Narwal von ihr entfernt war. Melodys Gesicht wurde rot vor Scham. “Geh von mir runter du Scheusal!” Skye richtete sich nichts sagend auf und zog Melody mit hoch ohne ihr eine Hand zu geben oder sie zu packen. Es war als würde sie von Geisterhand hochgezogen werden. Ihr Fennek kletterte ihre ausgestreckte Hand hinab, und schnupperte an einer grünen Kette. “erklärende Fennek Laute” Die kette war verdächtig kurz. Nicht einmal einen Narwal lang und weiter schrumpfend. Wenn dies so weiterging würden die beiden ganz aneinander kleben. “Oh nein… ich muss jetzt ganz dringend!” Melody hetzte zu dem kleinen Toilettenhäuschen und zog Skye ruppig hinter sich her. Dieser reagierte mit kaum Gegenwehr. Yuna war das alles unangenehm. Ayako fand es allerdings faszinierend. “Das ist interessant. Scheinbar zieht die Kette sich weiter zu, je unangenehmer den beiden… naja hier nur Melody… die Situation wurde.” “Das ist jetzt nicht wichtig!” Die panische Melody betrat das Toilettenhäuschen welches netterweise schon von Yuna aufgehalten wurde. Yunas Blick war allerdings etwas verstört. “Geh raus hier!” Melodys Aufschrei gepaart mit dem Versuch Skye ohne Erfolg aus dem Häuschen zu schubsen ließen Skye nur den Arm heben. Die Kette wurde immer kürzer. “Hose runter Haarspange und…” Yuna schlug die Tür hektisch zu. Egal was da drin nun vor sich ging. Sie wollte es nicht mit ansehen. Ayako war leider zu klein um das Zweiersein der Beiden zu beobachten. Sie deutete zwar Sushi über das oben offene Häuschen zu fliegen, diese wurde allerdings von knurrenden Fennek lauten am Boden gehalten. “Fennek Knurren” “Entschuldigende Narwal Laute”. Yunas Gedanken waren heiß in dieser Situation. Was geschah nur in diesem kleinen sehr privaten Moment.
“Hose runter Haarspange und tu was du tun musst.” Melody tat wie ihr gesagt wurde. Ihr Kopf lief rot an vor Scham. Das kleine Häuschen war sehr sauber und hygienisch. Jedoch waren auf dem maximal einen Quadratzwerg an Grundfläche kaum Platz für die beiden. Melodys Knie stoßen an Skyes Beine als sie ihre Hose an ihren Beinen entlang strif, nur so weit wie es nötig war. Die kleinen unbedeckten Stellen nackter Haut fühlten sich heiß und bedrückend an. Melody traute sich nicht hoch zu sehen. Sie sah nur zu Boden, blinzelte sehr oft und ließ es einfach geschehen. Diesen Moment wird sie nicht so schnell vergessen. Wie ein kleiner durchaus sexueller Kaktus brannte sich die Situation in Melodys neuronalen Apparat. Wenig später war es vorbei. Sie öffnete ihre Augen und sah wie Skye noch an die Tür gelehnt dastand. Sie sah auf seine muskulösen Arme zulaufend zu Fäusten die geballt waren. Konzentrierte er sich auf etwas? Musste er sich zusammennehmen die Fassung zu bewahren? Dies berührte Melody etwas und sie sah auf. “Skye?...” Dieser öffnete seine Augen. “Bist du endlich fertig Haarspange?”
In diesem Moment fiel Melody auf, dass ihre Hose noch immer nicht schützend an ihr lag und sie noch stellenweise nackt vor Skye saß. Ihr Gesicht lief wieder rot an. “Schau weg du Scheusal!” Melody zog sich ungeschickt und grob die Hose wieder hoch und drückte Skye rasend nach draußen. Sie wollte nur weg. Skye wich ihr geschickt mit einem Öffnen der Tür aus und ließ sie nach draußen stolpern, wohl wissend, oder ungenau erdacht wohl eher, dass die Kette wohl nun wieder etwas länger sein musste jetzt wo Melody’s natürlichstes Befinden gestillt war. Melody stolperte wie er es geplant hatte an ihm vorbei. Die Kette war magisch wieder auf natürliche wenigstens 2 Zwerge ausgedehnt und bot nun Melody mehr Freiraum. Freiraum den sie nicht erwartet hatte. Und so stolperte sie in die kleine Ayako. “Melody!” “Ahh!” Yuna stellte sich während dessen, sie hielt im Gegensatz zu Ayako Sicherheitsabstand zum Toilettenhäuschen, wohl wissend um die Sprengkraft Melody’s wenn etwas schief lief, neben Skye. Ihre Augen waren zwar immer noch aufgewühlt aber forschend. ihr Verstand und ihre Empathie schienen wieder die Oberhand zu haben. “Ihr habt dort drin nichts verwerfliches gemacht oder?” “Nicht das ich wüsste.” “Melody scheint dies anders zu sehen.” “Scheint so.” “Sind die beiden gerade wirklich in ein Matschloch gesegelt?...” “Wenn es nur Matsch ist ja.” “Igitt…” Yuna verzog angewidert den Blick. Melody war ohne Kettenbremse direkt in Ayako gekracht und sie mit in eine kleine Schlamm Pfütze gerissen. Yuna hoffte das es nur Schlamm war. Sie hoffte es inständig. Melody richtete sich schnell wieder auf, wissend was sie getan hatte. Sie war größtenteils unbefleckt mit dem erdigen braunen Schlamm. Nach kurzem Abschütteln mit Vulpec's Hilfe war Melody so gut wie sauber. Ayako allerdings hatte es schlimmer erwischt. Die kleine Katzendame mit dem rosa-fliedernen Fell lag mit dem Gesicht nach unten im Schlamm. Ihre Katzenohren zuckten noch. Dies war Melody ein Beweis, dass sie nicht ohnmächtig war. Langsam zog sie die Katzendame hoch aus dem miefenden Schlamm.
“T… Tut mir Leid… Ayako…” “ich hasse dich…” “wütende Narwal Laute” “Sorry…” Melody verstand Ayakos und selbstverständlich somit auch Sushis Bestürztheit. Sie konnte ja nicht wissen das plötzlich die kette wieder lang war und Ayako halb spannend an der Tür kleben würde. Wieso hatte sie so ein Pech?
“Komm wir machen dich sauber…. ich helf dir… ok?” Ayakos braun schlammig tropfender Blick bedarf eigentlich keiner Worte. Dennoch sprach sie. “Ok… och Gottchen.” 

Melody zog Ayako an der Pfote einmal im Kreis um den Zirkus. Skye und Yuna folgten den beiden. Man konnte der Situation wenigstens zur Gute halten, dass Skye nicht mehr an Melody kleben musste. Er ging neben Yuna ohne das die Kette überhaupt auf Spannung und damit nur sichtbar war. Melody’s flotter Schritt der die kleine Katzendame ordentlich hetzte war wichtig für Melody. In ihrem kleinen, leicht kaputten aber liebevollen, Kopf musste sie es wieder gut machen. Und sie wollte es wieder gut machen. Sie mochte Ayako. “Melody langsamer.” Sie war extra wegen ihr mitgekommen. “Melody du bist zu schnell.” Das bedeutete Melody sehr viel. “Melody ich kann nicht mehr…” Sie würde alles tun um sie wieder sauber zu bekommen und ihr Fell wenn es sein Muss selbst waschen. “Melody bitte.” “Ein kleiner See!”
Melody deutete mit ausgestrecktem Zeigefinger auf einen kleinen Tümpel der nicht gerade zum baden einlud, aber rein von außen betrachtet sauber und rein erschien. Melody zog Ayako zur für sie knietiefen Wasserfläche. Sie hielt ihre Hand hinein und fühlte das lauwarme Wasser, typisch für Kanterra. Ihr war kaltes Wasser jeher lieber, dennoch gab es in diesem Moment nur dieses kleine auserwählte Tümpelchen.
“Komm Ayako. Wir waschen dich.” “Ähm was?” Melody deutete Yuna und Skye weg. Diese taten wie ihnen gesagt. Yuna interessierte sich ohnehin mehr für den rauen Krieger mit dem langen Schwert als für die kleine tollpatschige Schurkin. Yuna war gut darin Gefühle zu sehen, zu deuten und oft auch zu verstehen. Ihre Empathie reichte nur kaum für Skyes Gefühls Wand aus. Weiters hatte sie keine Ahnung wie sie ein Gespräch mit dem ruppigen Zeitgenossen anfangen sollte. Weit konnten sie sich nicht entfernen. Die Kette reichte nur bis hinter dem nächsten Baum der schon fast wieder am Zirkusgelände stand. Nervös startete sie einen Versuch.
“Skye?...” “Ja?” “Ähm… ähm…” Yuna gingen die Optionen aus. So weit hatte sie das Gespräch nicht durchdacht. Sie wurde panisch “Ähm… schönes Wetter heute… oder?” Skye schmunzelte nur und schob eine Augenbraue hoch. “Wieso seid ihr wirklich mit uns gekommen?” Skyes Blick verriet sein Misstrauen gegenüber Yuna und Ayako. Er schien nicht zu verstehen weshalb Yuna und Ayako dies taten. War es in seiner Welt nicht normal, dass man bei Menschen blieb die man sympathisch fand? Klar war Skye wahrlich kein guter Mensch. Eigentlich gehörte Skye zur gewissen Sorte Mensch die Yuna gerne mied und ihnen aus dem Weg ging. Jedoch war dies bei Skye anders. Er hatte sein Leben riskiert. naja nicht wirklich, aber er hatte sich für die Gruppe und insbesondere für Yuna eingesetzt und genau wie alle anderen seinen Teil getan bei ihrer Flucht aus dem Zwergen Verlies. und sein Verdienst war im Gegensatz zu Melodys Zutun ehrenhaft und nicht eigennützig. Skye war jeher arrogant und feindselig und was er an Melody an jenem Abend versucht hatte wird Yuna sich vermutlich für die Ewigkeit merken. Dennoch sagte ihr Gefühl, dass es öfter besser war zweimal hin zu hören und dann zu urteilen. Und sie hoffte die anderen taten dies auch. “Weil ihr momentan… ähm… die einzigen Menschen seid die/” “Ahhh.” “Was soll das?!”

 

Meisterliche Schurkin?

Ayakos Aufschrei und Melodys panisch geworfene Worte ließen Skye und Yuna ohne zu zögern reagieren, auch wenn es bei beiden was anderes bedeutete. Skyes Hand glitt blitzschnell an sein Schwert, noch während der Drehung hinter den Baum, ohne es zu ziehen. Yuna dagegen nahm den Fennek in die Hände und sah nervös hinter den Baum, hielt sich aber zur Sicherheit hinter Skye. Ihr Blick gefror bei dem Anblick. “Wie viel verwerfliches den heute noch?...” Yunas Blick fiel auf Ayako die zart bibbernd, splitternackt, mit ihren kleinen süßen Pfötchen noch schnell ihre Brüste schützend hielt. In ihrem sonst mit einer Hotpants bedeckten Schambereich flog nur taktisch klug Sushi und versperrte die Sicht auf krokante Details. “A Ayako?” Yunas Blick auf die wunderhübsche kleine Katzendame mit dem feuchten , im nassen Zustand lilernen, Fell fallend sah im Augenwinkel wie Skye eben nicht zu eben Genannter starrte. Sein Blick war nicht peinlich berührt geschlossen oder etwas in der Art. Sein Blick war fokussiert. Dann sah Yuna auch Melodys Blickrichtung. Sie beide sahen zum Zirkuszelt. Dort saß ein Mann mittleren Alters auf einer Bank, spielend mit einer Art Wurfmesser. Sein Blick war höhnisch und herabsehend. Scheinbar beobachtete er die ganze Szenerie um Ayakos unfreiwillige Entblößtheit in aller Öffentlichkeit. Ayako krümmte sich beschämt. “Geh weg verdammt!” “Jetzt verschwinde du Spanner!” Der mit dem Messer in der Hand spielende verzog die gespitzten Lippen. Sein Blick verriet das er vieles tun wollte, einfach weg zu gehen gehörte nicht dazu. Sondern stand er auf und breitete die Arme auf. “Aber aber, wieso so abweisend? Hier her kommen selten so willige süße Kätzchen.” Melodys Gedanken bebten. “Was fiel diesem Ferkel ein? Dem werde ich's zeigen.” Mit deutlich festerer Stimme als sie es für möglich hielt sprach Melody. “Was fällt dir ein? Lass uns in Frieden oder du wirst es bereuen!” Melody war selbst überrascht über die mutige Drohung ihrer selbst. Ayako die sich schon wieder fast angezogen hatte, das noch nasse Fell war ihr egal, war positiv fasziniert über den Einsatz von Melody. Yuna wollte den beiden zur Hilfe kommen. Sie wollte den beiden beistehen, was Skye ihr aber mit einer Handgeste untersagte. “Lass sie das selbst lösen. Ich bin gespannt wie weit Melody geht.” “Ähm… Was?  Ok.” Yuna nahm wieder eine gerade bleibende Haltung neben Skye ein und beobachtete das Geschehen.
“Na na du wirst mir doch nicht drohen. Ich werde noch ganz rot. Wie wäre es wenn wir in mein Zelt gehen und etwas trinken. Ich bin mir sicher wir werden uns noch einig.” Das schmierige Argumentieren gefiel Melody überhaupt nicht. Dieser Mann, der noch dazu oberkörperfrei und nur im Lendenschurz dastand, hatte ihre Freundin bespannt. Dies ging eindeutig zu weit. “In dein Zelt etwas trinken gehen? Das hat schon dieser Perversling versucht!” Sie deutete auf Skye. “und es hat auch nicht geklappt.” “Verzeihung” “Oh Mann…” “Also versuch es erst gar nicht!”
Der leicht bekleidete Mann machte trotz aller Gegenwehr von Melody’s Seite aus keinen Anstand gehen zu wollen. Nein. Ihn schien Melodys sture Art sogar zu gefallen. Es scheint ihn regelrecht an zu stacheln, oder gar zu motivieren.
“Du bist süß wie du dich wehrst. Du darfst gerne mitkommen und uns bei unseren Spielchen zusehen. Das wird ein Spaß.” Melody’s Geduld war am Ende. Es war genug. Wie ging dieser respektlose Kerl mit Ayako und ihr um? Sie waren keine Dinge die man einfach benutzen konnte um schnell und einfach Spaß zu haben. “Das, das wirst du bereuen du Abschaum.” Ihre Gedanken rasten, und diesmal nicht nur Chaos anrichtend im Kreis, sondern steil und aggressiv auf den Halunken zu. Sie wollte ihm eine Lektion erteilen. Ein Skye der sie versucht sexuell auszunutzen und Respektlos und einfach nur gemein zu ihr war, war eine Sache, aber in diesem Fall griff jemand ihre Freundin an. Und es gibt wenige Dinge, vielleicht ihren Fennek wenn dieser nicht sogar gleichgesetzt war, die ihr wichtiger waren als ihre Freunde. Auch wenn sie sich erst wenige tage kannten. Ja man konnte die Tage leicht an einer Hand abzählen. Dennoch fühlte sie sich verantwortlich. Ob es eine fehl platzierte Form von Mutterinstinkten oder einfache starke Freundesnähe war wusste sie nicht. Aber dies war in diesem Moment egal. Melody wusste sich zu wehren. “Du… Wenn du doch so geschickt mit deinen Wurfmessern rumwedelst.” “Ja was ist damit? Was willst du damit sagen?!” Die provokanten Worte des oberkörperfreien Mannes, was ihn nicht gerade weniger bedrohlich machte, ließen Melody nur kurz zusammenzucken. Dann zog sie ihre Hose zurecht und präsentierte ihre wunderschön verzierten Wurfdolche. Diese waren ein Geschenk ihrer Mutter, selbstgemacht von eben dieser, und Melody’s letzte wirklich greifbare Erinnerung an Diese. Der schroffe Kerl der wenig für flächendeckende Bekleidung übrig hatte schien belustigt zu sein. Falls er dennoch nervös oder gar beeindruckt war, war es ihm gelungen es perfekt zu verbergen.
“Nette Messer. Willst du mir auch Zeigen wie du damit umgehst?” “Ich…” Melody’s Worte wurden unsicher. Sie wusste sie musste stark bleiben und für ihre Freundin Ayako weiter einstehen. Melody war nun nicht mehr zu bremsen. Ihre Wut war entfacht. Sie wollte sich nicht mehr beherrschen. lediglich… sie selbst… wollte sie bleiben, was dies aber einschloss war jedenfalls keine Untat mehr in diesem Moment.
“Sie nimmt an.” Skyes unerwartete Stimme überraschte nicht nur den selbsternannten Messerwerfer Meister, der Skye nun genau musterte. Es schien ihm nicht zu gefallen das Skye sich in seine Angelegenheiten einmischte, hatte er doch für ihn passende schöne Fäden gezogen. Fäden die Skye mit 3 Worten nicht angenehm zerschnitt, sondern in kleine Stückchen hakte. “Sie nimmt an, natürlich.” Melody ihren eigenen Ohren in diesem Moment misstrauend verstand die Welt nicht mehr. Ihre Gedanken waren flüchtig. “Wieso setzt du dich für mich ein? Das ist mein Kampf. Und wieso finde ich es nicht gemein von dir?” Melody, selten ihre Gedanken verstehend sah dies als positive Wendung an. Skye war auf ihrer Seite.
“Sie nimmt an. Natürlich. Und ich werde zuschauen und lachen wie sie dich mit ihrem Können an die Wand wirft.” “Ähm… so gut bin ich nicht.” “Wie wäre es mit einer kleinen Wette, wenn du dir doch so sicher um deinen kleinen Schützling bist?” “Skye nein!” “Abgemacht. Was schlägst du vor mein vorlauter Zeitgenosse?” “Skye!” “Wir werfen 3 Mal. Jedes mal erhöht sich die Wette um den Faktor 2. Du darfst selbstverständlich nach jeder Runde aussteigen wenn dir das Gold ausgeht. Wir starten mit 30 Goldstücken.” “Skye ich warne dich/” “/Sehr schön. führe uns doch gerne zum Schauplatz.” “Och Manno…”
Melody gefiel nicht wie Skye sie ignoriert hatte. Noch weniger gefiel ihr das sie um Skyes Verdienste werfen sollte. Sie hielt einen ihrer kunstvollen Dolche in den Händen. Der Griff fühlte sich geschmeidig und gut gefettet an. Er lag perfekt in ihrer Hand. Jedoch war er weniger oft weit geflogen und noch weniger oft hatte er sein Ziel getroffen. Sollte sie dieses kleine Detail den anderen mitteilen? Sie wollte nicht Schuld sein an Skyes Ärger oder sonstigen Problemen die, die anderen bekommen könnten. Sie beschloss sich nichts zu sagen. Vulpec auf ihrer Schulter nickte ihr aufmunternd zu. “Fennek Laute” Diese Schmeichelei trieb Melody wieder ein Lachen ins Gesicht. Melody war Vulpec wie immer dankbarer als es die Situation erfordert. Und so schaute sie der kommenden Konfrontation schaudernd ins Angesicht.

 

Ein Ort der Menschen, gerade in schweren Zeiten wie diesen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollte wurde innerhalb von wenigen Augenblicken zu einem Ort des Risikos und des möglichen Verlustes. Gaukler mit ihrer albern anmutenden Kostümen, Schongleure mit lustigen Bällen und Taschen Magier mit verrückten oft schief laufenden kleinen Zaubern. Melody vermutete, dass diese Halunken absichtlich Zauber schief laufen ließen, einfach nur um die kleine Massen zu belustigen. Melody fühlte sich seit jeher unwohl in der Gegenwart von zu vielen Menschen, war ihr doch ihre Privatsphäre mit Ausnahmen von ein paar Menschen heilig, was noch dazu von ihrer anerzogenen Scheue unterstrichen wurde. Es war sichtlich ein Nachteil für Melody in einem Zirkuszelt in Gegenwart vieler anderer Menschen ihre Wurfkünste unter Beweis zu stellen. Melody, erst von Skye in diese Situation gedrängt betrat das Hauptzelt des kleinen stationären Zirkus der Hafenstadt, angeführt von dem dahin lumpenden Messerspezialisten. Das Zirkuszelt hatte definitiv schon bessere tage gesehen. Die rot blaue Hauptplane war stellenweise eingerissen und unter jenen Stellen sammelten sich kleine Pfützen vom letzten ergiebigen Regenschauer. Die Tribünen waren bis auf ein paar wenige Artisten und Schaulustige, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten komplett leer. Dieser Ort schien einmal ein Ort der Freude gewesen zu sein, doch jetzt schien dieser Ort leer und trostlos zu sein. Wäre ihr dieser Ort einladender entgegen gekommen hätte sie wahrscheinlich sogar Mitleid. In diesem Fall war es aber nun eher Nervosität und Bammel um das was gleich folgen würde.
Der immer noch oberkörperfreie Mann in seinen mittleren Jahren, aber immer noch deutlich älter als Melody, führte die beiden, Skye und Melody, in die Mitte des Zeltes.
“Nun den meine kleine Süße.” Er deutete mit der flachen ausgestreckten einladend gehobenen Hand auf 3 hölzerne Zielscheiben am Rande des Zeltes. Sie waren an den ursprünglich runden Rändern ausgefranst und sahen etwas morsch aus. “Passend zum Rest hier. Aber Zielscheibe bleibt Zielscheibe. Einfach die Mitte treffen. Wie schwer kann das schon sein?” Skye der ungefähr 3 Meter hinter Melody stand und die ganze Szenerie genauestens beobachtete warf ihr einen gespannten Blick zu. “Die 30 Gold bitte der Herr.” Die verspielte, höhnische und gleichzeitig verspottende Stimme schien Skye offensichtlich zu provozieren. Scheinbar handelte es sich hier um einen Zeitgenossen der so gar nicht in Skyes Bild eines angenehmen Gesellen viel. “Bekommst du sollte sie verlieren. Weißt du, ich mache ungern unnötig meinen Goldbeutel auf.” Skyes Blick war vielsagend. Melody musterte ihn. “Er spielt den Gentlemen perfekt. ich frage mich nur ob er überhaupt ein einziges Goldstück dabei hat.” “So sei es. Ich beginne. geh einen Schritt zurück Süße, sonst tust du dir noch weh. Wäre doch schade.” Melodys abweisender Blick sollte eigentlich aussagekräftig genug sein. Dennoch ging sie einen Schritt zurück, hoffend ,dass das Glück auf ihrer Seite war. Melody verfolgte den Wurf ihres Kontrahenten gespannt und nervös.
Das Wurfmesser aus der Tasche ziehend begab sich der Halunke in Position. “Schau gut hin Süße. Hier kannst du noch etwas lernen.” Diese Aufforderung war unnötig. Melody musterte ihn ohnehin unnötig genau. Das Messer in seinen drahtigen dünnen Händen, passend zu seinem restlichen Körper, war abgegriffen und an den Griffstellen ausgebleicht. “Du scheinst dein Messer entweder schlecht zu pflegen oder sie oft zu nutzen. Bitte hab dich um dein Messer ähnlich intensiv gekümmert wie um dein Äußeres.” Die Klinge blitzte “Frisch geschärft.” und flog sein Ziel kennend in Richtung des hölzernen Zieles. Mit einem dumpfen, Melody Mut raubenden, Klang traf das unschöne Messer sein Ziel. Und das nicht nur in Etwa sondern genau ins Schwarze. Die Mitte der Zielscheibe, die ohne Zweifel die meisten Unebenheiten aufwies, hatte nun eine weitere Kerbe mehr im alten Holz. Und zwar so genau und ohne große Anstrengung, dass Melody unwillkürlich der Mut verlies. “Das wars nun. Wie komme ich nur hier wieder raus?” “Na komm schon Süße, du bist dran.” “nenn mich nicht Süße… Ich bin bereit.”
Melody stellte sich an die Stelle an dem ihr Missetäter zuvor schon stand und ohne es zu überdenken warf sie einfach. vermutlich wollte sie nicht unfähiger wirken als ihr Kontrahent. Was sie an Schnelligkeit zu ihm verbesserte büßte sie an genauigkeit ein. Der unschöne Klang des Messers, dass auf dem schmutzigen Boden des ehemals bestimmt erfolgreichen Zirkusses aufschlug lies Melody erschrecken. Sie hatte versagt. “Ich habe versagt…” “Haha… das war ja allerliebst.” Der Schuft sich zu der Tribüne drehend von welcher aus ihm ein dicker kleiner Zwerg mit gewichten zu nickte und ein etwas schmächtigerer Mensch es ihm gleich tat sprach nun wieder in höhnischen Tönen zu Skye. “Ihr Einsatz bitte werter Herr.” Die parodische Höflichkeit hatte dieser Kerl wohl perfektioniert. Natürlich waren Komik und Satire sein Beruf, aber es schien Skye als wären diesen durchaus positiven Fähigkeiten Verbittertet und Verzweiflung nachgezogen. Ursprünglich war es sein Plan diesen Kerl als Leere einfach über den Tisch zu ziehen. Doch Melody’s Scheitern und die Tatsache das der Typ ihm Leid tat vermasselten ihm hier eine menge Möglichkeiten. Skye fühlte selten etwas wie Mitgefühl. Er fühlte es weder bei Melody, noch bei Yuna und noch weniger bei Ayako. nur dieser verbitterte Narr erinnerte ihn an sich selbst. Er hatte eine außerordentlich wichtige Sache in seinem leben verloren. Eine Sache die sein leben war von Grund auf. und all das nur weil scheinbar die Leute vergessen haben hier zu lachen. Vielleicht war er einst ein guter Mann der die Massen zum lachen gebracht hatte. Nur hatte er alles verloren und es spielte keinen Grund wieso. Skye wusste wie er sich fühlen musste. Dennoch konnte er jetzt nicht aufhören. Er hatte keine 30 Goldmünzen die er bezahlen konnte. Er schaute sich im Zirkuszelt um. “Ein muskelbepackter Zwerg hinter uns auf der Tribüne. Noch dazu mehrere Menschen an allen Ausgängen die uns beobachteten. Der Möchtegern Meister der Messerwerfer ganz zu schweigen. Wir kommen hier nicht raus. Melody ich hoffe das war gerade nur ein versehen. 60 Goldstücke.” “Was?! Skye nein… bitte nicht. ich kann das nicht verdammt.” “Sehr schön” Der Klang des nächsten sein Ziel treffenden Messers der unwillkürlich Melody ein weiteres Stück mehr kaputt machte schmerzte in Skyes Ohren. Nur der wiederholte Fehlschlag von Melody’s Wurf war etwas schlimmer klingend in Skyes Ohren. “haha!...” “120 Goldstücke.” “Nein… bitte… lass das aufhören. Wieso tust du das? Was hab ich dir getan? Ich will nicht immer Schuld am leid anderer sein.” “Halt still.” “Huch?” Skye war unbemerkt zu Melody hin gewandert und stand nun hinter ihr, ein Messer aus ihrem Halfter in der Hand das er ihr führend in die Hand legte. Wieso war er plötzlich so lehrend und gar nicht mehr nörgelnd. Da Skye Melody’s Hand mit seiner führte, hinter ihr stehend um ihr die bestmögliche Hilfe zu sein, waren die beiden in diesem Moment sehr nah aneinander. Melody fühlte seine Hilfe durch ihren Körper fließen. “Es fühlt sich so warm an… unverschämt gut. Danke.” “Schau auf dein Ziel. Vergiss die Waffe in deiner Hand. Du zielst weder mit ihr noch mit deinem Auge und am wenigsten mit deinem Verstand. Ein Messer auf einen Feind, vergiss die Zielscheibe, zu richten bedarf es mehr. Man nimmt ein Leben nur mit dem herzen. Alles andere wäre ehrenlos und feige. Wenn du tötest dann fühle den Schmerz genauso wie dein Ziel. Ansonsten zerstört es dich wenn du vergisst was du zu zerstören vermagst.” Melody fühlte sich in diesem Augenblick merkwürdig geborgen und gut aufgehoben. und irgendwie fand sie seine Worte zwar unerwartet, aber unerwartet weise und reif für den Skye den sie kannte. “Du…. du hast recht. Mit dem Herzen. ich verstehe. Danke.” “Jetzt plant lieber keine Romantische Einkehr. Wir sind noch nicht durch. und der Körper dieser Süßen gehört schon ganz mir!” Die leicht psychopathischen Züge dieses Vandalen schüchterten Melody nicht ein. Nein. Es war ihr ein Vergnügen seine Unwissenheit zu hören. Sie wartete geduldig bis Skye sich entfernt hatte. Atmete tief durch, “*Durchatmen von Melody* Mit dem Herzen.” und warf den Dolch in einem weiten Bogen zielgerichtet auf ihr Ziel. Skyes Augen waren geschlossen. Er horchte nur. Sehen brauchte er Melody’s Wurf nicht. Einen guten Wurf hörte man an dem Klang des Schnittes durch die Luft und einfach durch den Einmaligen Klang des Einschlagens. Skye drückte Melody imaginär beide Daumen. Und horchte gespannt dem Windschnitt des schnörkelig verzierten Dolches. Der Flug schien perfekt zu sein, rein anhand des Klanges den der Schnitt durch die Luft von sich gab. Dann, ein Aufprall, kurz und prägnant. Skyes Atempause setzte aus, was seine Augen aber geschlossen ließ. Hatte Melody es geschafft? Hatte sie das Unmögliche Übel noch abgewandt? Skye öffnete die Augen. Der prägnante blauviolette Dolch… fiel nach einem kurzen erfolgversprechenden Aufprall einfach ab. Der Wurf hätte perfekt ins Schwarze getroffen. Nur leider währte das Glück nur kurz. Skye der den Blick zu Melody schweifen ließ sah wie Melody schon auf die Kniee gesunken war. Sie hatte es versucht, aber versagt. Skye hoffte unmerkbar, dass sich die Tatsache ihres Versagens nicht zu stark auf ihr Vertrauen in sich selbst auswirken würde. Doch dies waren Probleme um die sich Skye an einem anderen Tag kümmern musste. Nun waren andere Sorgen präsenter.
“Zahltag Mister.” Der seine Zähne zeigende und mit dem Messer in der Hand spielend wurde seine Präsenz mit dem Erscheinen von noch weiteren scheinbar ihm zugehöriger Gestalten immer beunruhigender. Skye wusste ,dass sie entweder so schnell wie möglich hier weg mussten wenn sie keinen Kampf provozieren wollten. Diese Wesen waren auf das Gold angewiesen. Die Geschäfte hier schienen nicht mehr so gut wie vermutlich damals zu laufen. Hier gab es keine Aussicht auf einen friedlichen Kompromiss. Skye griff reflexartig vorbeugend an sein Schwert am Rücken. “Kämpfen… oder weglaufen?” Mit einem Blick auf die am Boden kniende und in den Dreck starrende Melody entschied sich Skye schnell für Zweiteres und bewegte sich möglichst unverdächtig in Richtung Melody. Das Zelt füllte sich derweil langsam mit weiteren zwielichtigen Zeitgenossen. Im Zelt waren nun weit über 40 Menschen. In der Masse sah Skye das Risiko eines Kampfes, selbst ohne Melody, als zu groß an. bei Melody angekommen flüsterte er ihr zu. “Lauf wie du noch nie gelaufen bist. Aber bleib in meiner Deckung.” “W...Was?” Melody nicht antwortend machte Skye eine Drehung auf dem Boden und sammelte derweil eine Faust voll braunen seltsam riechenden Matsch auf. Diesen warf er in das Gesicht des messerwerfenden Tunichtgutes. Sein Sinn für den Kampf sagte ihm, das er dank seiner Präzision und rein dem Fakt seines Wurfarmes die größte Bedrohung war.  Skye zog Melody hoch und schob sie grob vor sich her in Richtung Ausgang hinter den Zielscheiben. Dieser Ausgang war als einziger noch frei, da es niemand riskieren wollte in einer möglichen Flugbahn zu stehen. Skye sah im Augenwinkel wie mehrere der Halunken hinter ihnen Zwei her liefen und der verursachende Übeltäter dieser Situation sich den Dreck versuchte aus den Augen zu reiben.Skye warf Melody ihre Dolche zu, die er im Sprint geschickt eingesammelt hatte. Melody fing diese erstaunlicherweise ohne Probleme. Skye war verwundert. Der Mut hatte sie nicht verlassen. Ein Glück. Gemeinsam brachen sie durch den offenen Eingang des Zeltes auf das sie dieses nie mehr betreten würden.
Melody und Skye rannten und rannten. vermutlich rannten sie länger als sie es mussten. Noch waren jedoch hassende Schreie hinter ihnen deutlich zu hören. Zwar weit in der Ferne, dennoch aber stetig näher kommend. Sie mussten sich eine langfristig rettende Lösung ausdenken um endgültig zu entkommen.
Skye blieb ruckartig stehen und hielt Melody am Arm davon ab weiter zu rennen, wissend das sie ohne sein helfendes Zutun wieder in die Spannung der magischen Kette zu ihm gerannt war. “Was? Wieso verdammt bleibst du stehen? Die kommen!” Skye wusste um die Notlage in der sich die Beiden befanden. Würden sie geschnappt werden, würde sich das Blatt ihrer Reise wenden wenn sie es denn ohne ernste lebensbedrohliche Verletzungen davon schaffen würden. Menschen wie diese konnten reuelos und ohne Erbarmen handeln. Diesem fakt war sich Skye durchaus bewusst. Er sah sich um. Sie befanden sich auf dem kleinen an den Zirkus angrenzenden Basar. Typisch für die Küste des Landes Kanterra's wurde hier um Fisch und weitere oft delikate Meerestiere gefeilscht und, wie es sich für guten Handel gehört, oft übers Ohr gehauen. Skye sah sich um und erblickte eine Kiste, gerade so groß genug für die beiden Flüchtenden zwei. “Egal was sich in deren Inneren befindet. Es ist besser als das was uns erwartet wenn wir offen stehen bleiben. Haarspange hier hinein.” Melody schaute angewidert zu der morschen öligen Kiste. Sie stellte sich ihre Haare vor, voll mit dem Fett aus dieser widerlichen Kiste. “Das ist widerlich.” “Haarspange!” Sie sah in der Ferne schon einige der sie noch verfolgenden Gestalten heraneilen. Sie suchten angestrengt nach den Beiden. “Haarspange jetzt!” Melody tat wie ihr gesagt und stolperte etwas zu motiviert in die Kiste mit Skye. Dabei schubste sie ihn versehentlich vor sich in die Kiste und landete sanft wonnig auf ihm. Sie Kiste ging wohl wissend um die Brenzlichkeit der Situation schnell durch Melody's Handbewegung zu.
Es war dunkel. Melody sah nicht einmal ihre Hand vor Augen. Obgleich sie diese sowieso kaum bewegen konnte. Die Kiste war maximal etwas unter einem halben Zwerg hoch, was die beiden aneinander geschmiegt in der Dunkelheit zurück ließ. Melody fühlte wie sich eine schmierige ölige Substanz auf ihrer Haut breit machte und ihre Klamotten durchtränkte. das Fischöl zog sich bis in die letzten Spitzen ihrer Kleidung. Warm eingeölt aufeinander liegend im Dunkeln wurde Melody die Situation im Dunkeln erst so richtig bewusst. Ihre Hotpants fühlten sich komisch schwer an, durchtränkt wie sie doch waren. Ihr BH, darunter ihre luftigen schönen Brüste, sank nun schwer auf Skyes Oberkörper. Das Öl ließ beide das Gefühl haben ihre Kleidung würde verschwimmen und sie würden nur warm aneinander schmiegend auf etwas warten, dass den beiden sagen würde es sei sicher diese seltsame Stellung zu verlassen. Melodys Gesicht wäre, wenn Skye es sehen würde, rot angelaufen. Sie verkniff sich aber jegliche Laute die sie gerne willig in dieser Situation frei gelassen hätte. Sie fühlte sich zum ersten mal sexuell beschämt ohne die Möglichkeit schreien zu können. “Wenn wir hier lebend wieder rauskommen, das schwör ich dir, dann bringe ich dich um.” “ich hoffe sie bleibt still. Noch einen weiteren Moment.” “Am liebsten würde ich schreien.” “So ist es brav Haarspange.” “Du scheiß Perversling.”

~Fortsetzung Folgt...~